wie komme ich zu einer tragfähigen Vision?

By Louise

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 06: Der Gedanke als Ursprung wie komme ich zu einer tragfähigen Vision?

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  • #2414
    LouiseLouise
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    Hallo zusammen, ich möchte Euch meine Geschichte erzählen von meiner Suche nach dem für mich richtigen Beruf. Ich höre die Videos dieses Moduls gerade zum zweiten Mal. Und beim dritten Video verstehe ich endlich etwas, das Clemens mir vor 1,5 Jahren in meinem ersten Telefonat mit ihm schon nahegelegt hat: ich bin im falschen Beruf, weil ich meinem Vater gefallen und von ihm Anerkennung erlangen wollte. Ich habe einen technischen Beruf gewählt wie er, obwohl meine Liebe doch der Natur und den Menschen gilt. Mir laufen gerade die Tränen. Jetzt muss ich nur noch die passende Szene aus meiner Jugend finden und umschreiben, in welcher ich meinem Vater erklären kann, dass ich einen anderen Beruf wählen möchte als er.
    Clemens spricht in Video 3 davon, dass er meist sofort eine Vision hat, wohin der Mensch will, der bei ihm Hilfe sucht. Vielleicht ist das ja Clemens besondere Gabe: in anderen Menschen zu sehen, was in ihnen angelegt ist. Früher hatte jeder Stamm und jedes Dorf solche Älteste, die schon in den Kindern deren Anlagen gesehen und diese entsprechend gefördert haben.
    Ich habe in den letzten Jahren geglaubt, dass in Unternehmen die Vorgesetzten oder zumindest die Personalabteilung diese Rolle ausüben müssten. Aber das tun sie nicht!
    Wenn diese eine neue Stelle besetzen müssen, dann suchen sie nicht unter ihren Mitarbeitern, wer sich dorthin entwickeln könnte, sondern sie suchen jemand von außen, der schon perfekt auf die Stelle passt. So werden den internen Mitarbeitern jedwede Entwicklungschancen abgeschnitten. Wo man einmal ist, muss man für immer bleiben. Menschen werden in eine vorgegebene Form gepresst, es wird nicht geschaut, was sich aus den Mitarbeitern heraus selbst entwickeln könnte. Und wenn der Standort in Gefahr gerät, weil die dort bisher erledigten Aufgaben wegfallen, dann haben die Vorgesetzten keine Vision davon, wie es dort weitergehen könnte, und dann wird der Standort eben geschlossen. Das ist meine aktuelle berufliche Situation. In ca. 4 Jahren ist der Standort akut gefährdet, und dann bin ich 56 Jahre alt und auch in keiner besseren Position für eine Neubewerbung anderswo. Wenn ich mich jetzt bei anderen Unternehmen bewerbe, habe ich aber auch keine echte Veränderungschance, denn dort werde ich auch nur eingestellt, wenn ich schon genau auf die Stelle passe. Es erscheint unmöglich, als Angestellte eine Entwicklung zu beschreiten, es sei denn, man wird frühzeitig für den Karrierepfad entdeckt und entsprechend gefördert.
    Aber der Sprung von der IT-Angestellten zur selbständigen Kubyberaterin ist zu groß. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Dafür fehlt mir die Vision. Und deshalb denke ich beim Hören dieses Moduls viel darüber nach, wie ich endlich eine tragfähige Vision für mich erhalte. Auf Visionssuche und in Dutzenden von Seminaren war ich schon, seit unterdessen 9 Jahren suche ich nach einem für mich gangbaren Weg. Ich weiß nicht, ob und wie ich mir das 2. und 3. Semester dieses Studiums finanziell und zeitlich leisten kann, und ob mir das am Ende auch tatsächlich zu einem neuen Beruf verhilft, von dem ich auch leben kann. Mein bisheriger Plan war, schrittweise die Arbeitszeit im IT-Job zu reduzieren und schrittweise eine neue Beratungstätigkeit aufzubauen. Aber vier Jahre erscheinen mir dafür zu wenig Zeit.
    Mir fehlt die klare Vision, wo ich in 4 Jahren sein will. Ich habe viele Ideen, aber mehr, als ich in diesem Leben umsetzen kann, und teilweise widersprechen sich diese auch. Mir fehlt immer noch die eine klare Vision, die realistisch und umsetzbar ist und die zu einem klaren Plan führt, für den ich meine Absicht legen kann. Theoretisch ist mir schon klar, was Clemens in diesem Modul vermittelt, aber an der Praxis scheitere ich schon mein ganzes Leben lang – jedenfalls bezogen auf die Berufswahl. Ich werde in den nächsten Tagen mal mein oben angerissenes Schmerzbild umschreiben, vielleicht sehe ich dann klarer.

    #2415
    IrmiIrmi
    Teilnehmer

    Hallo Louise,

    lese Dein Schreiben nochmals aufmerksam durch. Du schreibst „…. zur selbständigen Kubyberaterin ist zu groß. ….Ich weiß nicht, ob und wie ich mir das 2. und 3. Semester dieses Studiums finanziell und zeitlich leisten kann, und ob mir das am Ende auch tatsächlich zu einem neuen Beruf verhilft, von dem ich auch leben kann.“
    Dies drückt Deine ganze Zweifel aus, schreibst vieles schon verneindend („zu groß“ – dann ist es auch so!).
    Da Dein Arbeitsplatz in 4 Jahren einen Standortwechsel vollzieht, hast Du 4 Jahre Vorbereitungszeit, die Du nun nutzen kannst!
    Clemens sagt hier in einem Videoteil, wenn er nicht mehr weiter weiß, wird er ganz still und lässt geschehen, vertrauensvoll (wie bei Seinen Dreharbeiten zu seinen Filmen und er kommt an ein scheinbar unüberwindbares Hindernis). Und es kommt immer eine Lösung von unerwarteter Seite.
    Dieses Vertrauen erarbeite Dir.
    Bald ist ja wieder das KUBYstudium-Live-Chat am 08.05.2018, stell live Clemens die Frage, wie Du zu Deiner Vision gezielt kommen kannst.
    Liebe Grüße
    Irmi

    #2416
    Elke B.Elke B.
    Teilnehmer

    Hallo Louise
    Während der letzten 5 Module war es bei mir regelmäßig so, das sich an bestimmten Punkten ein eigenes Schmerzbild zeigte, so dass mir eine Weiterarbeit im Modul erst möglich war nachdem das Schmerzbild angeschaut, meinem Schmerz gebührend Ausdruck verliehen war und das Idealbild inszeniert und durch entsprechende Affirmation manifestiert wurde. Dann ging es jedesmal wirklich leicht weiter.
    Diesmal ist es sogar so, dass aufgrund des Studiums, eine von mir angenommene Vision meiner beruflichen Neuorientierung plötzlich nebulös und von einer tragfähigen Vision noch ein Stück entfernt erscheint. D.h. die nur „mäßige Begeisterung“ hat eine noch „großartigere“ Vision fühlbar gemacht, hinter dem nun erscheinenden Schmerzbild bzw -bildern. Ob mein zweites sichtbares Schmerzbild Geld/Zeit auch noch bearbeitet werden muss, wird sich zeigen und auch wenn diese Arbeit jetzt ansteht, bin ich sicher, die Vision wird danach mit Leichtigkeit erscheinen und perfekt sein.
    Also für mich sind die beiden Gefühle Begeisterung und Leichtigkeit klare Wegweiser für das weitere Vorgehen. Sind sie nicht eindeutig da, reduziert sich die Kraft und irgendwo ist Sand (Schmerzbild) im Getriebe.
    Vielleicht hilft Dir das auch ein Stück weiter in Richtung tragfähige Vision.
    Herzliche Grüße
    Elke B.

    #2419
    Kerstin P.Kerstin P.
    Teilnehmer

    Hallo Louise,

    das ist ein großes Thema … Mein Eindruck ist ein bisschen, dass du deine Vision sehr vom Beruf bzw. von der Zukunft deiner Firma und deinen Vorgesetzten abhängig machst.
    Natürlich müssen wir alle unseren Lebensunterhalt verdienen, aber bei der Vision geht es erst einmal um etwas anderes: Ein Bild bauen des Wahren, Richtigen, Sinnvollen, Schönen, des Traumes, ohne „Schere im Kopf“ und Zensurgedanken, und Fragen, was eigentlich realisierbar ist. Wenn du zu früh alles zensierst, kommt es gar nicht zur Vision.
    Wahrscheinlich weißt du das alles aus deinen Seminaren.
    Wie möchtest du in 10 Jahren leben? Was möchtest du in die Welt bringen? Was kannst du der Welt geben? … Das wären z. B. Fragen, denen du nachgehen könntest.

    Ich habe viel in Clemens Seminar ‚Spurensuche‘ darüber gelernt, wie ich mir (bin auch schon fast 58) noch mal eine neue Vision baue für den Rest dieses Lebens. Die Reflexion folgender Fragen hat mir dabei geholfen. Vielleicht könnten darin auch Anregungen für dich stecken:
    Warum habe ich dieses Leben so gewählt, den Ort, die Familie, die Aufgaben?
    Was soll zukünftig anders werden?Welche Angst hindert mich?
    Welche Entscheidung würde einen Unterschied machen für mein Leben?
    Was entspricht mir?
    Welche Saat möchte ich jetzt legen für die nächste Inkarnation?
    Was könnte sinnvoll sein zu tun?
    Und womit diene ich dem Wohle der Menschheit?

    Ich habe es vorher nicht geglaubt, aber seit dem Seminar sehe ich die Dinge tatsächlich anders.

    Meine Erkenntnis ist: Die Vision nähren (schreiben, malen, träumen), am Verdichtungsprozess arbeiten, aber auch die Gelassenheit und das Vertrauen haben, abzuwarten und Raum zu geben für unerwartete Wendungen und Veränderungen.

    Ich kenne übrigens viele, die sich mit einem „Brotjob“ in Teilzeit finanziell über Wasser halten, und nebenbei etwas ihnen entsprechendes eigenes aufbauen … das ist durchaus möglich, auch in vier Jahren.

    Herzliche Grüße
    Kerstin

    #2420
    LouiseLouise
    Teilnehmer

    Hallo Ihr Lieben, vielen Dank für Euren Spiegel. Ich habe erst heute abend Eure Rückmeldungen gelesen, da ich ahnte, dass sie wehtun werden (meinen Schmerz berühren werden), und da ich am langen Wochenende keinen Raum für Seelenschreiben hatte. Geht Euch das auch so, dass Ihr Euch immer gezielt Zeit nehmen müsst für das Seelenschreiben? Ich bin wohl Meisterin im Verdrängen und im Funktionieren trotz seelischer Schmerzen. Heute abend habe ich ein wenig Zeit, und ich spüre dem Schmerz nach.

    Ich reibe mich häufig an Clemens Erläuterungen, nur um dann nach einiger Zeit festzustellen, dass die Reibung nur mit mir zu tun hat und auf ein weiteres eigenes Schmerzbild verweist. Eigentlich geht es im Studium ja nicht um die Praxis, sondern nur um die Theorie, aber ich kann das nicht trennen.

    Ich glaube, mein aktueller Schmerzpunkt ist: ich fürchte, die Liebe meines Vaters zu verlieren, wenn ich einen neuen Beruf (als Kubyberaterin) ergreife. Er war kürzlich schwer krank und in akuter Lebensgefahr – es kann doch nicht sein, dass er erst sterben muss, damit ich meine eigene Vision verwirklichen darf. Ich habe ihm als Kind da etwas unterstellt, das aus heutiger Perspektive gar nicht stimmt. Ich bin unterdessen ganz sicher, dass seine Liebe zu mir davon unabhängig ist, welchen Beruf ich habe – er wollte immer nur, dass ich in Sicherheit bin. Und Sicherheit hat für ihn immer bedeutet, einen sicheren Job mit einem festen Einkommen zu haben – zumindest habe ich das so interpretiert und für mein Weltbild übernommen.

    Und von diesem Weltbild darf ich mich jetzt trennen, was mir offenkundig aber sehr, sehr schwerfällt. Kann ich als Kubyberaterin genug Geld verdienen, um davon leben zu können? Mich finanziert niemand mit, ich bin von mir selbst abhängig.

    Es fällt mir schwer, die Vision zurückzuerlangen, die ich wohl mit in diese Inkarnation gebracht habe. Abgesehen von den Traumata, die ich schon mitbrachte, wurde ich mit 3 Jahren schwer traumatisiert – lange bevor sich in diesem Leben eine Berufsvision entwickeln konnte. Ich bin nur ziemlich sicher, dass ich einen Beitrag zur Bewusstwerdung der Menschheit leisten soll und will. Ich will anderen Menschen mit meinem Beispiel als Vorbild dienen für einen Weg der Bewusstseinsentwicklung. Ideen dazu habe ich einige – bisher haben sich diese aber nicht materialisiert, weil ich wohl immer noch zuviel Sand im Getriebe habe.

    So, ich mache jetzt mal weiter mit Seelenschreiben. Wenn ich mich beobachte, wie ich heute abend ohne Rücksicht auf meinen Diabetes Kohlenhydrate und Alkohol in mich hineinbefördere, dann muss der Schmerz wohl schlimm sein, dem ich da ausweiche. Aber jetzt will ich mich stellen! Notfalls melde ich mich morgen krank.

    #2429
    LouiseLouise
    Teilnehmer

    Ich bin nicht an ein konkretes Schmerzbild aus diesem Leben gelangt. Trotzdem bin ich sehr stark an meine Gefühle rangekommen und habe viel getrauert in den letzten Tagen. Und heute drängte sich mir wie von alleine ein Heilbild auf. Ich sehe mich als Zweijährige, wie ich auf meinen Vater zulaufe und von ihm mit Liebe und Freude begrüßt und auf den Arm genommen werde. Unsere Verbindung ist fest und sicher und voller Liebe. Und aller Schmerz heilt…

    Wenn ich nun die Vision loslassen darf, die ich von meinem Vater übernommen habe (Sicherheit über alles), und mich trotzdem von ihm geliebt fühlen darf, dann darf und kann ich jetzt auch eine neue eigene Vision entwickeln. Dieses Kubystudium bringt mich an die Schmerzpunkte, die noch ungeheilt sind – damit ich sie jetzt heilen kann.

    Es ist nicht immer notwendig, ein konkretes Schmerzbild zu beschreiben. Nach meiner Erfahrung reicht es aus, wenn die Gefühle intensiv wieder gefühlt werden und dann im Gefühl überschrieben werden. Das Seelenschreiben ist dafür ja nur eine Methode – eine sehr hilfreiche. Manchmal geht es auch ohne konkretes Drehbuch, bei mir jedenfalls.

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