Weihnachten – 5 Menschenbilder

By Maria Götze

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 03: Die fünf Menschenbilder Weihnachten – 5 Menschenbilder

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  • #7595
    Maria GötzeMaria Götze
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,
    weil wir uns in der Vorweihnachtszeit befinden bin ich auf die Idee gekommen, Weihnachten mal unter dem Aspekt unserer 5 Menschenbilder unter die Lupe zu nehmen.
    Das materialistische Bild ist, denke ich klar: Geschenke, Dekos mit Baum, viel Essen planen und kaufen
    Im biochemischen Bereich fällt mir jetzt so nicht viel ein, außer essen und trinken.
    Energetisch ist ganz schön was dabei: Priester und mit ihren Roben und Ministranten im Gottesdienst, Zeremonien, z. B. Krippenspiele, Maria, Josef und Jesuskind, Hostien, Weihwasser (in katholischen Kirchen), Weihnachtsmann, die 3 Könige, Hirte, Engel, Sternenkomet, Statuen und Bilder
    Das Informationswesen sehe ich in den Bibelgeschichten, Weihnachtsmusik und Texte in allen Medien, Konzerte.
    Kann man die Geburt Jesu als geistig-seelisches Menschenbild betrachten? Ich denke seine späteren Taten und Worte auf jeden Fall.
    Hab ich was vergessen?

    Wo liegt eigentlich der Ursprung des Christentums? Wo der Ursprung aller Religionen? Es heißt in den Vedischen Schriften. Die umfangreichen Texte dieser Weisheiten beinhalten ein zentrales Thema: Streben nach Selbst- und Gotteserkenntnis. Das ist für mich: Streben nach Bewußtseinserweiterung.

    Für mich war früher die Weihnachtszeit keine so entspannte Zeit wegen den ganzen Erwartungen und anscheinend gab es auch nie ein Entkommen. Da hab ich in meinem Inneren immer die Wintersonnenwende gefeiert, dann gings besser :). Heute ist es zum Glück leichter für mich.

    Liebe Grüße
    Maria

    #7597
    TimoTimo
    Teilnehmer

    Hallo Maria,
    deine weihnachtliche Einteilung ist ein schönes Gedankenspiel. Dankeschön dafür! Da ich die Geburt als Vereinigung zwischen Körper, Geist und Seele verstehe, würde auch ich die Ankunft Jesu dem geistig-seelischen Menschenbild zuordnen. Wenn man jedoch in einem anderen Menschenbild zuhause ist, wird man dies ganz anders beurteilen wollen.
    Ein Gedanke, den ich zur Geburt Jesu noch habe: Es ist ja überliefert, dass Maria als Jungfrau mit Jesus schwanger wurde. Und da frage ich mich schon, ob Jesus eine solch klare Kraft in sich trug, dass er zur Inkarnation als Mensch nicht einmal den Geschlechtsakt seiner Eltern benötigte. Ist doch auch ein schöner Gedanke! Zugegeben nicht für die Frauen, die auf keinen Fall schwanger werden wollen 🙂
    Zu Vedischen Schriften kenne ich mich (noch) nicht aus. Daher: Freiwillige vor!
    Unser Modul 3 finde ich spannend, aber auch ernüchternd. Meine Anteile am materialistischen und biochemischen Menschenbild sind beachtlich. Oder positiv ausgedrückt: Ich habe noch genügend Potential mein Bewusstsein zu erweitern.
    Allen KUBYianern ein entspanntes und Bewusstsein-erweiterndes Wochenende.
    Herzliche Grüße,
    Timo

    #7599
    Maria GötzeMaria Götze
    Teilnehmer

    Hallo Timo,

    ein guter Gedanke zur Jungfrau Maria, das sehe ich auch so. Und witziger Gedanke zu nicht-schwanger-werden-wollenden Frauen:).

    Die Vedischen Schriften aus dem alten Indien bestehen aus Texten, die mit besonderen Messern eingeschnitten wurden auf Palmblätter. Diese Palmblätter wurden auf ganz bestimmte Art vorbereitet und konserviert, so dass einige anscheinend hunderte von Jahren alt, oder sogar über 1000 Jahre alt sind. Sie wurden immer wieder auf das Genaueste kopiert von verschiedenen Gelehrten. Die ersten Schriften entstanden wohl vor 5000 Jahren von alten weisen Mönchen (hier die Frage: was ist real und was wirkt auf mich, was ist wichtiger für mich…).
    Sie sind so umfangreich, wie wir uns das kaum vorstellen können und beinhalten Wissen über Kochkunst/Ernährung, Astrologie/Prophezeihungen, Mathematik, Kunst, Architektur, Yoga, Ayurveda/Gesundheitslehre, Psychologie. Es heißt, dass ein Menschenleben nicht ausreicht, diese „Zeitlose Weisheit“ im Ganzen zu erfassen und die Texte, heißt es, sind äußerst schwierig zu verstehen und es wird empfohlen, sie mehrmals zu lesen und zu singen.
    Ich bin keinesfalls eine Fachfrau auf diesem Gebiet (auf welchem bin ich das schon?), denn ich habe diese Infos, wie so einiges andere, aus dem Internet – hier ist mein Schwerpunkt im Informationswesen deutlich. Wobei mein materialistisches Weltbild absolut auch abbaubar ist und mein geistig-seelisches Menschenbild ausbaubar. Ich glaube, das Bewusstsein ist IMMER erweiterbar.

    Zitate aus Vedischen Weisheiten, die auf mich „wirken“:
    „Wisse, das was den ganzen Körper durchdringt, ist unzerstörbar.“ (Gita 2.17)
    „Wie ein Mensch alte Kleider ablegt und neue anlegt, so gibt die Seele alt und unbrauchbar gewordene Körper auf und nimmt neue an.“ (Gita 2.22)

    Ich wünsche noch einen schönen, sonnigen Sonntag.
    Liebe Grüße
    Maria

    #7601
    JanineJanine
    Teilnehmer

    Hallo Ihr Lieben,

    ich kenne die Veden nur vom Mantra Singen. Ich singe schon lange Mantras allein oder in Gruppen oder beim Kundalini Yoga. Dabei ist es in erster Linie nicht zwingend, dass man die Bedeutung kennt, sondern um den Klang der Laute, das Tönen und die Vibrationen im Körper und auf Seelenebene.

    Früher habe ich oft festgestellt, dass ich beim Singen eines Mantras berührt war, ohne zu wissen, was es bedeutete. Beim Gruppen-Chanten gehen bei mir jedes Mal nach dem dritten Mantra die Mundwinkel nach oben und mir kommen Tränen in die Augen. Da schwingt etwas in mir, was meine Seele beflügelt.
    Durch das Mantren Singen bin ich überhaupt wieder auf meinen Seelenweg gekommen. Da hat sich etwas in mir geöffnet, ohne dass ich es erklären kann.
    Ich habe meine Intution mehr wahrgenommen und bin ihr dann gefolgt und so auch zur Kuby Methode gekommen, weil ich mein Bewusstsein bewusst auf die nächste Stufe bringen wollte.

    Ich habe zu dem Thema ein paar Infos gefunden:
    Mantras: Ursprung in den Veden

    Die Veden (veda = Wissen) sind die ältesten überlieferten Zeugnisse indischer Spiritualität. Zur Zeit ihrer Entstehung ab etwa 1500 v. Chr. wurden die teilweise äußerst umfangreichen Sammlungen spirituellen Wissens ausschließlich münd­lich überliefert, und zwar hauptsächlich in Form der sogenannten „Vedischen Gesänge“. Die Mantras sind Teile der Veden in Form von Anrufungen und Gebeten, die die Rituale und Opfer, die zu dieser Zeit üblich waren, begleiteten. Jedes Mantra besaß in der Weltsicht der Inder die Kraft, den Menschen mit bestimmten Aspekten des Göttlichen in Beziehung zu setzen, sofern man sie richtig auszusprechen und passend einzusetzen wusste.

    Da man annahm, dass nur durch die passende Anrufung der Kontakt zwischen Göttern und Menschen vermittelt werden könne, wurde das Wissen um den richtigen Wortlaut und die korrekte Aussprache von den Priestern (Brahmanen) als Geheimlehre gehütet. Das berühmteste Mantra der Veden ist das Gayatri-Mantra, das das äußere Licht, das Sonnenlicht, als Widerspiegelung unseres inneren Lichtes preist.

    Der Gebrauch der Mantras in den Upanishaden

    Die Upanishaden entstanden am Ende der vedischen Zeit ab ca. 600 v. Chr. Ge­nau wie die Veden gelten auch sie als geoffenbartes Wissen, das bis heute als ewig gültig, zeitlos und unzerstörbar – und damit auch als nicht hinterfragbar – angesehen wird. Die Upanishaden sind Weisheitsschriften, die den Menschen helfen sollen, ihren innersten Wesenskern zu erkennen. Die tiefsten Erkenntnis­se der Upanishaden wurden in sogenannten „bedeutenden Lehrsätzen“ (maha­vakyas) zusammengefasst. Das bekannteste Mahavakya ist „Tat tvam asi – Das bist du“. Tat (das) bezeichnet das Absolute, das vollkommene und grenzenlose allumfassende Bewusstsein, die kosmische Seele, und tvam asi bezeichnet den Menschen, sein individuelles Bewusstsein und seine individuelle Seele. Dieser Satz soll wie ein Mantra unablässig gemurmelt werden, bis der Geist des Übenden völlig von dieser Aussage durchdrungen ist und das Verstehen aufleuchtet, dass das Absolute und jeder einzelne Mensch nur ein unterschiedlicher Ausdruck der einen Wahrheit und der einen Wirklichkeit sind. Das Mahavakya in Form eines Mantras ermöglicht dem Übenden die Erfahrung von advaita, der Nicht-Zweiheit, und damit der Einheit.

    Auch die Bedeutung und der Gebrauch des wohl berühmtesten Mantras OM wurden zum ersten Mal in den Upanishaden dargelegt; ja, man könnte sogar sagen, dass in ihnen die „Wissenschaft des Urklangs OM“ begründet wurde, die bis heute gültig ist.

    Mit Maria´s Empfängins verstehe ich es auch so, dass das Bewusstsein von Jesus so eine hohe Schwingung hatte, dass er keine Befruchtung auf materialistischer Stufe brauchte, um zu inkarnieren.

    Ich freue mich auf Donnerstag!
    Liebe Grüße
    Janine

    #7696
    TimoTimo
    Teilnehmer

    Hallo Janine,
    für deine so umfassenden Informationen zu den Vedischen Schriften lieben Dank. Ich bin ganz fasziniert wie allumfassend diese Schriften sind.
    Und auch die Art und Weise wie du über das Mantra-Singen schreibst, wecken in mir das Interesse es damit einmal zu versuchen. Vielleicht schon bald. Auch dafür: Danke!
    Herzliche Grüße,
    Timo

    #7697
    Maria GötzeMaria Götze
    Teilnehmer

    Hallo Janine,
    es gibt so vieles über die Veden und Upanishaden zu lesen, aber du hast es wunderbar und klar zusammengefasst, ich danke dir herzlich.
    Ich freue mich voll, dass du so wunderschöne Erfahrungen beim Mantra Singen machen kannst und sehr wichtig: dass du das weitermachst, dir das bewusst gemacht hast und auch alleine singen kannst. Ist es dir auch möglich, dieses bestimmte, ganz eigene Gefühl im Alltag hervorzuholen? Einfach so, meine ich, z. B. beim Wäsche machen, kochen, oder so?
    Wie viele von uns Menschen haben solche oder ähnliche Erfahrungen in ihrem Leben gemacht und vergessen. Irgendwann erinnern sie sich vielleicht und denken, „ach, ja, da war doch mal was…“.
    Also, ich bekomme da ganz Gänsehaut, wenn ich von deinen Erfahrungen mit Mantra Singen lese und es weckt mein Interesse ebenso :). Vielleicht kommen wir ja mal zusammen…:)
    Ich wünsche dir, Timo und allen viel Spaß heute Abend. Ich habe leider keine Zeit, aber ich werde morgen dann mit der Aufzeichnung mein Vergnügen haben.
    Liebe Grüße
    Maria

    #7738
    JanineJanine
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,
    das freut mich, dachte schon, es ist zuviel Text;-)…

    Auf Youtube und Spotify gibt es ganz viele Mantren, höre ich oft zum Kochen oder Abwaschen, kann man leicht mitsingen und durch das Mantra ist das Gedankenkarussell abgeschaltet…oder beim Blumen gießen, Pflanzen mögen das!

    Liebe Grüße

    Janine

    #7739
    Maria GötzeMaria Götze
    Teilnehmer

    Hallo Janine,
    klar, hätte ich auch drauf kommen können – Youtube 🙂
    Ich danke dir, liebe Grüße
    Maria

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