Seelenschreiben in der Praxis

By Maugoschata Neff

Ansicht von 13 Beiträgen - 1 bis 13 (von insgesamt 13)
  • Autor
    Beiträge
  • #10223
    Maugoschata Neff
    Teilnehmer

    Mich würde interessieren, wie ihr das Seelenschreiben praktiziert. Schreibt ihr alles immer als Dialog, also als eine Szene oder schreibt ihr auch im Fließtext, was euch zu eurem Thema am Herzen liegt?
    Ich bin zu meinem Schmerzbild gekommen und die Szene umgeschrieben, aber ich merke, dass noch so viel drumrum ist und ich weiß nicht wohin damit? Deswegen habe ich einfach noch im Fließtext mein Herz ausgeschüttet, weil ich den Eindruck hatte, das alles will aus mir raus, die Energie will durch das Aufschreiben wieder zum Fließen kommen und so auch aus dem System befreit werden.
    Ich freue mich auf eure Inspirationen und Erfahrungen
    Liebe Grüße
    Maugoschata

    #10224
    Barbara Mesli
    Teilnehmer

    Hallo Maugoschata, ich richte mich beim Seelenschreiben bisher an die Anweisungen von Clemens aus dem GOM-Seminar. Ich stelle bei mir selbst auch immer mehr offene „Baustellen“ fest und versuche sie nach und nach zu bearbeiten. Ich denke das braucht viel Übung zu jedem Projekt etwas von meiner Seele zu erfahren. Ein paar mal ist es schon geglückt. Ein paar mal aber auch nicht. Im Zweifel würde ich an Deiner Stelle einen Experten zu Rate ziehen. Evt. versuchst Du es aber auch über den Support.
    Viel Erfolg dabei wünscht Dir Barbara

    #10230
    Alexandra Willmann
    Teilnehmer

    Hallo Maugoschata, Hallo Barbara,
    meine Seelentexte sind immer dann, wenn es geht in wörtlicher Rede. Die Beschreibung des Ortes natürlich nicht.
    Aber das ist auch wichtig: Sitzt der Mensch, der mich kränkt rechts oder links am Tisch zum Beispiel. Was hat er an. Usw.
    Das ist wichtig, dann kommt man wieder zurück in die Situation und man ist berührt, wie damals. Aber wichtig, das wisst ihr ja, alles im Präsenz und wörtlicher Rede.
    Ich bin auch seit November im Training und habe dort viel gelernt. Von Clemens und von anderen Teilnehmern.
    Alles Gute Alexandra

    #10233
    Susanne Mannschott
    Teilnehmer

    Hallo Maugoschata,
    ich kann denjenigen, die dir empfehlen, beim Seelenschreiben zu bleiben, nur beipflichten. Ich bin auch seit September dabei und halte mich streng an die Regel und korrigiere auch immer wieder, wenn’s mal aus dem ruder läuft: konkret, konkret, konkret. Mir macht es mittlerweile richtig Spaß. Ich habe dann das Gefühl ich schreibe ein Theaterstück. Und, wenn es dann gefunkt hat, hat es auch immer etwas bewirkt. Entweder habe ich körperlich sehr gute Fortschritte gemacht oder meine Beziehungen zu meinen Mitmenschen haben sich merklich verändert.
    Bei aktuellen Problemen im Umgang mit Familie und Freunden, wähle ich gerne ein fiktives Telefongespräch. Man kann sich auch ein Treffen ausdenken oder, was einem gerade einfällt. Die Möglichkeiten sind ja unbegrenzt für ein Szenario. Das Gespräch fließt bei mir dann auch recht schnell genauso dahin, als wenn ich einen Fließtext schreiben würde. Es ist mir auch passiert, dass ich im Nach herein gar nicht mehr so genau wusste, ob ich tatsächlich mit demjenigen gesprochen hatte oder nur auf dem Papier. Also, für mich lohnt es sich immer, die Dialogform im Präsens einzuhalten.
    Liebe Grüße
    Susanne

    #10235
    Georg Dygruber
    Teilnehmer

    Danke für eure Impulse. Kann ich Infos aus dem Gom Seminar bekommen, habe eben erst erfahren dass Seelenschreiben gar nicht Teil dieser Ausbildung ist. Aber gerade das ist der Schlüssel, werde am Donnerstag auch einbringen.
    Nun auch ich -denke jeder von uns – hat viele Baustellen. Nun war mein Vater sehr prägent, das haben wir zu Lebzeiten geheilt, nur die Dinge wirken. War beim Punkt Finanzen (ewiger Mangel), merke dass es um meinen Selbstwert geht, was bin ich mir selbst Wert!?
    Wie finde ich den Punkt, die ganzen Verletzungen, kann immer nur eine Szene umerleben?. Na ja ihr seht, bin noch etwas orientierungslos und für Unterstützung sehr dankbar.

    #10236
    Susanne Mannschott
    Teilnehmer

    Lieber Georg,
    ich denke, dass geht nicht so hopplahopp in 2, 3 Sätzen mit dem Seelenschreiben. Ich habe auch erst mit GOM angefangen und mir einige Mühe gemacht und mehrere Anläufe gebaucht, um die Form richtig zu begreifen und umzusezten. Ich halte es für unbedingt notwendig, zu begreifen, warum es funktioniert und die einfachen, wenigen formalen Bedingungen einzuhalten. Es ist so einfacht, dass man es zunächst nicht versteht.
    Wahrscheinlich ist es für dich zu viel jetzt auch noch GOM anzufangen. Aber vielleicht kannst du ja das ein oder andere Begleitungs-Gespräch zur Unterstützung buchen.
    Liebe Grüße aus der schönen Eifel
    Susanne

    #10238
    Maugoschata Neff
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, danke für Eure Erfahrungen und Impulse. Ich halte mich auch streng an die Regeln vom Seelenschreiben. Mein Problem war nur, dass ich nicht wusste, was ich mit den Informationen drumrum, die nicht in der Umschreibung vorkamen tun soll. Aber ich werde jetzt einfach alle diese Informationen in Dialoge umwandeln -wir sind da wirklich absolut frei und an nichts gebunden, können alles erfinden, wenn wir uns die Freiheit erlauben (danke Susanne für diesen Impuls). Und ich werde mich auch zum Training anmelden. So genial die Methode ist, einfach ist sie nicht. Oder es braucht Übung.

    Georg, es ist nicht so einfach die Inhalte des GoM Seminars ganz kurz darzustellen. Es wäre wirklich empfehlenswert, dass Du dir das Seminar kaufst oder zumindest das kleine Buch „Gesund ohne Medizin“ besorgst-dort ist das Seelenschreiben beschrieben.
    Die wichtigsten Punkte sind:
    -du schreibst das Thema deines Projekts auf, also so zusagen:“wo drückt der Schuh?“
    -du begibst dich in Alphazustand und gehst der Ursache des Symptoms, der Quelle der Emotionen, die dich jetzt blockieren auf die Spur.
    -dann schreibst du diese Situation als Drehbuch auf: Szenenbeschreibung und dann Dialog in wörtlicher Rede in Präsens bis zum Höhepunkt ,dh bis zu dem Satz, der die Emotion in dir ausgelöst hat, die dir jetzt nicht beiträgt und die du auflösen willst.
    -nach dem Höhepunkt beginnst du die Umschreibung, dh du schreibt die Situation so um, wie du sie gerne hättest, dass sie gelaufen wäre und zwar so, dass alle Beteiligten davon profitieren, also zum Wohle von allen. Hier kannst du deiner Fantasie freien Lauf geben, alles ist erlaubt. Es muss nur als Dialog und in wörtlicher Rede in Präsens passieren.

    #10239
    Susanne Mannschott
    Teilnehmer

    Super zusammen gefasst, Maugoschata,
    ich möchte nur noch darauf hinweisen, dass bei der Umschreibung der Zusammenhang und die Personen im Rahmen des Glaubwürdigen für die Seele bleiben müssen. Wie Clemens immer so schön sagt: Wir sind nicht in Hollywood, sondern beim Dokumentarfilm. Bei der Hilfe, die du gegebenenfalls benötigst, Georg, bist du wieder vogelfrei.
    Das Kuby-Training habe ich auch gleich hinter gemacht. Es auch sehr wichtig, denn es tatsächlich eine Übungssache. Vielleicht hast du ja auch mal Lust uns eine deiner Umschreibungen zu zeigen.

    Jetzt mal eine andere Frage an Maugoschata: Wo kommt dieser himmlische Name her?

    Euch ein entspanntes und heiteres Restwochenende
    Susanne

    #10240
    Maugoschata Neff
    Teilnehmer

    Danke, Susanne, ein sehr wichtiger Hinweis: glaubwürdig und nicht Hollywood like soll die Umschreibung sein.

    Und zu meinem Namen: er kommt aus Polen. Ich bin in Polen geboren. Danke für deine schöne Bezeichnung.

    Von mir ebenfalls ein WUNDERvolles Wochenende

    #10242
    Ursula Schefer
    Teilnehmer

    Hallo miteinander
    Im Modul 2 des 1. Semesters sagt Herr Kuby „Die Wirklichkeit muss nicht wahr sein, die Wirklichkeit ist das, was wirkt. Wir arbeiten mit Illusionen, da dein Gehirn nicht unterscheiden kann, was ist Fakt und was ist Illusion.“
    @ Georg: Das Buch „Gesund ohne Medizin“ ist absolut lohnenswert zu lesen und ist Voraussetzung für das 1. Semester, siehe Übersicht Studiumsverlauf. Ich fand dieses Buch super zusammengefasst. Die ausführlichere Version ist das Buch von Clemens Kuby „Mental Healing“. Ich selber habe noch nicht mit Seelenschreiben angefangen, da dies nicht Voraussetzung bei der Anmeldung für das KUBY-Studium war. Gerne würde ich parallel damit anfangen, habe mir deshalb das GoM-Seminar im Vorfeld gekauft.
    Folgender Satz von Herrn Kuby zum Seelenschreiben habe ich mir ebenfalls aufgeschrieben: „Je genauer du das Seelenschreiben machst, desto exakter das Resultat! Nichts diffus aufschreiben, ganz exakt, im Präsens, reale Szenen (rechts, links, vorne, hinten (wie eine Teilnehmerin ja bereits ausführlich geschildert hat) UND immer nur 1 Konflikt auf einmal bearbeiten, dranbleiben, auch wenn es anfänglich stocken könnte …“
    Liebe Grüsse
    Ursula

    #10249
    Georg Dygruber
    Teilnehmer

    Danke euch herzliche für die vielen Gedanken und hilfreichen Informationen!!! Das Buch Gesundheit ohne Medizin habe ich. Ich merke, es geht jetzt einfach ums Tun, um die Praxis. Also noch einmal von Herzen Dank!

    #10263
    Christa Reschka
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,
    das Forum und die vielen hilfreichen Kommentare habe ich erst jetzt, entdeckt. Es liest sich alles großartig. Bin wie Georg, ganz am Anfang und weil im Studium nichts zum Thema Seelenschreiben vorkommt, habe ich das GoM Online Seminar gebucht, es gefällt mir sehr gut, das für Dich Georg, falls Du das hier liest.
    Nur habe ich beim Sschreiben den Eindruck, als wenn die Seele mich vor meinem Thema noch immer schützen will und deshalb schreibe und schreibe ich alles was mir so einfällt. Schon früher habe ich mich gefragt, warum mir das..Thema nicht aufgefallen ist, man sagte mir, „Du bist geschützt“ quasi im Vakuum.
    Da ich mit dem Thema nicht vorankomme, meine Frage an Euch, kann es sein, dass die Ursache sich zu einem späteren Zeitpunkt zeigt, dann, wenn ich bereit bin, also von allein? Oder gibt es eine besondere Frage, die Ihr mir nennen könnt, um in die Tiefe einzutauchen?
    C.K sagt, wir sollen nicht mehrere Baustellen beginnen, aber ich möchte jetzt gern ein anderes Thema mit dem Sschreiben aufarbeiten, wie seht Ihr das, kommt es bei Euch auch vor, dass Ihr zeitgleich bzw. verzögert an mehreren Themen arbeitet?
    Liebe Grüße
    Christa

    #10264
    Susanne Mannschott
    Teilnehmer

    Guten Abend Christa,
    wenn ich dich richtig verstehe, hast du dein Projekt noch nicht gefunden. Clemens sagt in so einem Fall, dass man eine Liste anlegen soll. Man fängt mit etwas an, was einem gerade spontan einfällt und führt sie fort, bis einem nichts mehr einfällt.
    Wenn du kein Projekt hast, welches dich wirklich zwickt oder stark beeinträchtigt, kannst du auch die Augen schließen und mit dem Finger über die Liste fahren und irgendwann stop sagen oder denken. Dann machst du die Augen auf und hast dein Thema. Wenn du erst angefangen hast, die erste Szene zu schreiben und die Dialoge, kommst du automatisch zum Kern.
    Achte nur drauf alles in der Szene sehr genau zu beschreiben und bleib unbedingt immer im Dialog und im Präsens. Vielleicht stellst du dir eine Bühne vor, wo du mit deinen Dialog-Partnern in der vorher beschriebenen Kulisse stehst. Als Regieanweisung kannst formale Kommentare (der Papa geht raus, die Mama nimmt mich in den Arm, ich schreie), usw,) einfügen, aber keine inhaltlichen, wie z.B. Selbst-Diagnosen.
    Vielleicht hilft es ja schon ein wenig. Sonst melde dich einfach wieder.
    Ich drücke dir beide Daumen, dass du dein Projekt findest und wünsche dir einen geruhsamem Sonntag Abend
    Susanne

Ansicht von 13 Beiträgen - 1 bis 13 (von insgesamt 13)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.