Modul 1 / Aufgabe 2 „Prioritäten richtig setzen“, Video 6 c

By Ursula Schefer

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  • #9930
    Ursula Schefer
    Teilnehmer

    Herr Kuby erläutert eindrücklich, dass das Gesetz von Werden und Vergehen die Grundlage dafür ist, dass unser Körper (Materie) entsteht und vergeht. PUNKT.
    Hingegen unsere Seele ist etwas Geistiges, Unsterbliches.
    Weiter führt er im Prozess des Loslassens von Angehörigen usw. auf, dass wir selber unsere Anbindung an Materie „testen“ können, mit seinem erläuterten Beispiel: «Nein, Mama, du darfst noch nicht gehen. Diesen Geburtstag feiern wir noch zusammen.»

    Meine Frage: Was ist, wenn ein Elternteil „klammert“ und sich an materiellen Dingen anhaftet. Ich erlebe genau diesen Prozess in der Familie (seit einem Jahr) hautnah. Und mich schmerzt diese Schwere dieses Menschen sehr. Da ich ihm (dem Elternteil) diese Leichtigkeit von innigstem Herzen wünschen würde…

    Wie sich optimal verhalten ohne „belehrend“ oder moralisierend zu sein? Ich kann ja nicht beurteilen, wie sich „Todesangst“ anfühlt? Ich finde das eine enorme Herausforderung. Auch all den Ansprüchen gerecht zu werden, die an einen gestellt werden… Weil ich der Überzeugung bin, dass ich eigentlich gar nichts muss, ausser Mitgefühl zu zeigen…

    Eure Meinung resp. evtl. Erfahrung würde mich im Zusammenhang mit dieser Aufgabe 2 interessieren.

    Danke vielmals
    Herzlich
    Ursula Schefer (1. Semester, 16.6.2020)

    #9931
    Irmi
    Teilnehmer

    Liebe Ursula Schefer,

    ich versuche, Dir Deine Fragen zu beantworten:
    Das physische Leben bedeutet immer Veränderung, dies ist die einzige Konstante die es gibt. Ansonsten ist wäre es Stillstand und somit der Tod!
    Die Natur zeigt, wie Leben sich verändert: Samen treibt, wächst zur Blüte und trägt Früchte, im Herbst fallen Blätter und schützen den Boden im Winter vor Kälte. Im Frühjahr, selbst wenn die Mutterpflanze stirbt, hat sie Samen im Boden, die nun wachsen werden.
    Dies ist auch der Kreislauf bei uns Menschen im physischen Körper. Doch die unsichtbare Energie, die „Seele“ wird sich immer in einen neuen Körper manifestieren um sich selbst neu und vielfältiger erfahren zu können.
    Genieße jeden Moment intensiv, denn er ist einzigartig. Selbst das Aufwachen jeden Morgen ist nie gleich – Du wachst auf und bist in einem neuen Tag.
    Das Loslassen ist nicht einfach für uns Menschen, wir wollen festhalten, was wir lieben. Da steckt Verlustangst dahinter … und Angst ist spürbarer Mangel innerlich.
     Hier lautet die Hinterfragung „Vor welchem Verlust habe ich Angst?“
     Eine Angst kann auch vom Umfeld kommen und mich innerlich belasten.
     Hier ist die Frage: „Welche Last trage ich, weil ich dieses Muster (Prägung) gelernt habe?“ „Warum trage ich diese Last, die mir übergeben wurde?“

    Harmonie und Liebe erleben wir, wenn wir uns von innen heraus voll nach außen leben können und das Umfeld ebenfalls in sich ruht und sich ausdrückt.
    Ein harmonisches Fließen an Energien, die sich gegenseitig bereichern!

    Disharmonie ist erlebbar, wenn eine oder mehrere Individuen innere Bedürfnisse vom Gegenüber erwarten, weil der eigene Mangel und die Bedürftigkeit nicht selbst gestillt wird (eigenes Unvermögen-Gefühl. Ermöglicht dadurch die Erkenntnis-Chance und Lernaufgabe zur inneren Bewusstseinserfahrung des eigenen Wachstums).
    Herzlich willkommen beim KUBYstudium, ich wünsche Dir viel Freude und tiefe Bewusstwerdung Deiner inneren Schönheit und Seelenkraft,
    herzlichst
    Irmi

    #9942
    Ursula Schefer
    Teilnehmer

    Liebe Irmi
    Ganz herzlichen Dank für deine Ausführungen.
    Bin ich mir auch voll bewusst. Was mich (einzig) am Loslassen beschäftigt, ist, wie kann ich mich von den Erwartungen des Gegenübers lösen … Auch wenn es der eigene Vater ist, der bald sterben wird. Das-sich-Anklammern von ihm will ich nicht, das belastet… Ich merke, wenn ich ganz bei mir bin, mich auch bewusst nicht mehr melde, dann geht es mir deutlich besser, obwohl mich zeitweise ein unglaublich schlechtes Gewissen plagt.Oft wird mir auch wieder vorgeworfen, was mit mir los sei und wieso man nichts mehr höre etc. Ich will aus dieser Spirale raus…
    Ganz liebe Grüsse aus der Schweiz
    Ursula

    #9944
    Irmi
    Teilnehmer

    Hallo Ursula,
    Du schreibst:
    Das Loslassen ist nicht einfach für uns Menschen, wir wollen festhalten, was wir lieben. Da steckt Verlustangst dahinter … und Angst ist spürbarer Mangel innerlich.

    Spiegelt Dein Vater nicht gerade auch das „nicht loslassen können“, „Verlustängste“? Er liegt im Sterben und klammert. Hast Du Deinen Vater gefragt, was er glaubt, was ihn nach dem Tod erwartet? Ist da für ihn ein schwarzes Loch, glaubt er an die Hölle? Was ist sein Glaubenssystem?

    Auch die Frage an ihn, bevor er geht, was möchte er noch erleben? Gibt es noch etwas unerledigtes oder jemand, den er sehen möchte?

    Wenn er heute nochmals in die Welt kommen würde, was würde er heute anders tun, wie würde er dieses Leben wünschen, dass es für ihn genau das richtige Leben ist?

    Dies sind alles Fragen, die ihm helfen, mit sich ins Reine zu kommen und gleichzeitig spürt er Dein Interesse und muss nicht klammern.

    Was möchtest Du noch bereinigen mit Deinem Vater, denn dass Du Dich ungern bei ihm meldest, ist ja ein Zeichen, dass von Deiner Seite ein Konflikt mit ihm besteht. Es ist viel leichter, es mit ihm lebend zu klären, als nach seinem Tod. Es würde nur Dein „schlechtes Gewissen“ verstärken.

    Wieso hast Du ein „schlechtes Gewissen“ – wo hast Du dieses Muster erlernt und übernommen? Da gibt es sicher erlebte Szenen aus Deiner Kindheit. Eine Szene kannst Du im Drehbuchstil als Schmerzbild schreiben und anschließend umschreiben. Hast Du schon Erfahrungen mit Seelenschreiben?

    Dies sind nur kleine Anregungen – spüre in Dich hinein. Deine Seele kennt die Wahrheit.
    Von Herzen
    Irmi

    #9946
    Anton
    Teilnehmer

    Ist es nicht so, dass die materialistischen Bedürfnisse von beiden Seiten, von dem der klammert und demjenigen, dem das Klammern zu viel ist, zunächst einfach einmal da sind. Irgendwie fühlt sich Beides hart an. Was wäre denkbar, dass die Situation „weicher“ wird?

    #9948
    Ursula Schefer
    Teilnehmer

    Vielen Dank Herr Anton Dr. Dr?hne
    … „Klammern“ tönt für Aussenstehende sicherlich hart. Das ist auch keine Verurteilung, sondern nur das Beobachten der Art und Weise des Betroffenen.
    Die Muster, die dahinter stecken, erkennen zu lernen, bringt sicher viel… Aber auch das Loslassen von falsch verstandener Verantwortung.

    #9951

    Hallo Ursula,
    ich finde die Fragen von Irmi gut um ihm und dir die Möglichkeit zu geben loslassen zu können, denn wenn alles ausgesprochen ist kann man leichter gehen. Leider hatte ich nicht diese Möglichkeit bei meinem Vater, er hat sich selbst entschlossen diese Welt zu verlassen.Mit meiner Großmutter hatte ich versucht, nach ihrem Schlaganfall noch zu reden, aber sie war nur noch voller Angst und konnte sich nicht mehr richtig artikulieren.Ich würde mit ihm viel über sein oder auch euer Leben sprechen, damit er nochmal alles revue passieren lassen kann und wenn ungelöste Sachen zum Vorschein kommen, diese mit Hilfe deiner Seele zu lenken.Wenn du selbst denkst, dass noch einige Sachen zwischen Dir und ihm noch nicht im reinen sind, kannst dir ja mithilfe des Seelenschreibens dessen bewusst werden.Vielleicht fragst du auch deine Seele mal was du machen kannst, damit es ihm nicht so schwer fällt.Oder du versuchst mit seiner Seele Kontakt aufzunehmen um zu erkennen was es ist warum er nicht loslassen kann.
    Ganz liebe Grüße und viel Mut und Kraft für diese Seelenarbeit
    Alles Liebe Bärbel

    #9952

    Oh ich habe wieder so viele Ratschläge gegeben. Das wird mir gerade bewusst,
    ich glaube ich muss noch viel lernen 🙂
    Ich hoffe Du kannst mir verzeihen Ursula.
    Alles Liebe
    PS übrigens hieß meine Großmutter Ursula 🙂

    #9955
    Ursula Schefer
    Teilnehmer

    … alles bestens, liebe Bärbel! Verstehe dich schon richtig, ganz herzlichen Dank!
    Zum Glück bin ich in einer Familie aufgewachsen, in der Konflikte angesprochen werden. Zumindest meine, für die anderen bin ich nicht verantwortlich.
    Ich habe mich bei meinem Vater für diesen Prozess, des Loslassens, den er uns auf diese Weise ermöglicht, bedankt. Weil ich liebe meine Eltern von ganzen Herzen.
    Nur merke ich, dass ich meine nicht richtig verstandenen Verantwortlichkeiten loslassen muss/darf/soll ;-). Ich bin seine Tochter und nicht seine Therapeutin (tönt jetzt hart, ich weiss). Aber wir schauen immer mal wieder zusammen Fotobücher an und v.m.
    Und wenn mein Körper rebelliert und mir Schmerzen schickt und eben dann, wenn ich wieder mir zu viele Sorgen um den „anderen“ gemacht habe oder Verantwortung übernehme, die ich nicht will, dann weiss ich wieder, mentales Stopp. Abgrenzung auf eine gesunde Art bin ich jetzt am Lernen :-).

    Danke dir vielmals!
    Ganz herzlich
    Ursula

    #9960

    Hallo Ursula,Irmi,Anton(bitte melden, wenn die Anrede nur mit Vornamen unangenehm ist,),Baerbel,

    Vielen Dank für die anregende Kommunikation!
    Deine Situation, liebe Ursula, kann ich sehr gut verstehen, da ich eine ähnliche mit meinen Eltern hatte. Dabei ging es mir wie dir, Bärbel, daß ich die meiste Erkenntnis erst nach ihrem Tod bekommen habe.

    Ein wichtiger Satz dabei ist:
    Du sollst das Leid des dir sehr verbundenen Menschen anerkennen, aber bei ihm lassen.

    Diese Weisung hat mir auch Schmerzen in Form von Mitleid verursacht. Aufgrund meiner Konditionierung ( Ab einem bestimmten Alter sind die Kinder für das Wohl ihrer Eltern verantwortlich) hat meine Hilflosigkeit beim Beseitigen der Ängste besonders der meiner Mutter mein schlechtes Gewissen zu einem regelrechten Monster wachsen lassen, das das eigene Leben sehr stark einschränkte. Da sich die Verlassens- und später die Todesängste meiner Mutter in einer extremen Vorwurfshaltung äußerten, fiel mir ein liebevolles Eingehen auf sie ( was von ihr auch negativ bewertet wurde) sehr schwer.
    Ich hoffe ,liebe Ursula, dass deine liebevollen Gesten bei deinem Vater ankommen und freue mich für euch beide,wenn die klugen Fragen, die Irmi vorgeschlagen hat dazu beitragen, euer Verhältnis zu harmoniesieren.
    Ich habe mich das damals nicht getraut in der irrigen Annahme ich müsste das benannte Angstproblem lösen.
    Mein Körper zeigte mir seelisches Dilemma durch Atemnot, Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Meine Persönlichkeit änderte sich und trotz liebevoller Unterstützung durch Freunde blieb ich in einer gewissen Lethargie.
    Nach dem Tod meiner Eltern habe ich gemerkt, wieviele Ängste ich unbewusst von ihnen übernommen hatte, denn von den körperlichen Symptomen waren die Atemlosigkeit und Antriebslosigkeit sehr schnell verschwunden!

    Ich wünsche euch allen ein schönes Restwochenende und ein erfahrungsreiches Studium
    liebe Grüße aus Hannover Anja

    #10024
    Ursula Schefer
    Teilnehmer

    Liebe Anja
    Ganz herzlichen Dank für deine offenen Zeilen. Ja, dieses Loslassen. Ich denke, dieser Prozess dient auch dazu, zumindest für mich, überhaupt zu lernen, loszulassen. Und auch lernen, ob eine Entscheidung für einen selber stimmig ist oder nicht, und nicht aus blosser, falsch verstandener Verantwortung heraus, zu handeln.
    Du sprichst von Konditierungen! Wie wahr… Deshalb habe ich angefangen, mir „Lernkarten“, Affirmationen zu schreiben „Das Drama der anderen darf nicht dein eigenes werden“. Nur manchmal schaffe ich es nicht, das Leiden von ihnen damit zu „übergehen“…
    Ich versuche, auch hinter ihre „Reaktionen“ zu schauen, manchmal gelingt es, manchmal auch nicht. Die Atemnot und Müdigkeit kenne ich, aber wohl eben deshalb, wenn man nicht bei sich bleibt und Dinge tut, die der eigenen Seele nicht gut tun… Oder einfach, weil man „zuviel“ Mitgefühl hat und es dann in ein Mitleiden kippt und der Körper mit Müdigkeit und Schmerzen reagiert…
    Und dennoch bin ich dankbar für den Prozess, wenn auch sehr kräftezerrend, denn es dient wohl alles schlussendlich zu unserem höchsten Wohl, auch wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht alles verstehen.

    Ganz herzlichen Dank
    Ursula

    #10025
    Irmi
    Teilnehmer

    Liebe Ursula,
    hier meine Gedanken zu Deinem Schreiben, vielleicht sind sie ein wenig Anregung für Dich:
    LOSLASSEN die VERANTWORTUNG … von wem hast Du das Muster erlernt, dass Du Verantwortung zu tragen hast? Hier zeigt sich Deine Konditionierung!
    Affirmationen sind ohne Seelenschreiben (Schmerzbild, roter Strich, Umschreibung) nur eine Decke, die man über ein erlerntes Muster legst, darunter bleibt die Prägung unbewusst weiter wirksam und „spuckt Dir im Alltag in die Suppe!“
    Affirmationen oder Mantras sind nach einer Umschreibung erst wirksam als Verstärker der neuen Wirklichkeit, die dank einer Umschreibung zur Wirkung kommt.

    Du schreibst: „Das Drama der anderen darf nicht dein eigenes werden“. Jedes äußere Drama spiegelt gerade immer etwas aus meinem Inneren und ist somit immer MEINE (eingefärbte) SICHTWEISE. Hier frage ich mich: „Was hat das äußere Leid mit mir zu tun, wo ist meine Wunde, mein Schmerz?“ Ich achte auf meine körperlichen Symptome, denn da stecke ich sie hinein und manifestieren sich langfristig zu Krankheiten.

    Das Leid anderer zu spüren ist, wie im Kino zu weinen vor Emotion, obwohl es nur eine äußere Spiegelung ist. Meine Emotion triggert mir ein Erlebnis, eine Sehnsucht, einen fühlbar erlebten Mangel.

    Wenn Du hinter die Reaktionen anderer schaust – lenkt Du Dich von Dir selber ab, von Deinen Emotionen, die diese Situationen in Dir auslöst, weg vom Spüren Deiner Konditionierung, oder? Denn während diesem Moment bist Du bei dem anderen, oder?

    Da VERANTWORTUNG und „zuviel Mitgefühl“ eine große emotionale Belastung ist, fehlt vielleicht genügendes „LUFT HOLEN“, der Atem des Lebens für Dich selbst? Trägt dein Körper zu viel, hat Schmerzen und ist müde?

    Viel Freude weiterhin im Studium,
    herzlichst
    Irmi

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 1 Monat von Irmi.
    #10075
    Martina Wolber
    Teilnehmer

    Hallo liebe Ursula,
    ich finde es ist auch ein Thema was sich für uns schwer anfühlt,dieses anhaften nicht loslassen können wollen mit unseren Lieben.Ich persönlich finde wenn man sich dem nicht stellt,hilft Niemanden.Ich rede aus meinem Bauchgefühl heraus,die Menschen die wissen das sie bald gehen müssen,sehen es oft auch als eine Geschenk an.
    Da ich einige Zeit im Hospiz gearbeitet habe,immer mit sterbenden Menschen zu tun hatte und immer noch habe.Ist mir auch was wunderbares aufgefallen,es kam Dankbarkeit rüber das sie die Zeit bekommen haben sich noch von ihren Lieben zu verabschieden.Natürlich gibt es ganz viele Menschen die Angst haben zu sterben,vor dem Tod viel weniger.Manche haben Angst das sie in die Hölle kommen,die Kirche hat es ihnen so gepredigt.Ich finde es ist wichtiger ihnen zu zuhören, da zu sein. Sie warten auf ihre Liebsten,wenn sie da waren können sie oft beruhigt gehen. Wir merken auch oft dass nicht jeder Mensch gleich leicht sterben kann. Oft sind sie noch nicht fertig mit ihren Problemen,Sorgen ,Ängste ,Kummer wie auch immer.Wir merken auch am Sterben wie weit bereit ein Mensch ist mit dem Loslassen,wie flexibel er ist oder war-.Ich persönlich finde es sehr wichtig zu wissen beizeiten los lassen zu lernen-
    Wie schon gesagt in meinem Beruf habe ich sehr oft damit zutun und habe sehr schnell gelernt wie man doch einfacher sterben kann.
    Natürlich ist es schwer wenn ein Mensch mit 80 Jahren erfährt das er bald sterben muss und nie im Leben was von loslassen von Anhaftungen usw.gehört hat. Wie geht man als Kind damit um,wenn man selbst den Schmerz nicht ertragen kann. Wir lernen es hier im Kuby-Studium. In meiner Arbeit stehe ich den Angehörigen bei ,gebe ihnen Aufgaben um was für ihren Vater tun zu können. Sage ihnen zb was sie ihm gutes tun können,solche Sachen wie zb. „Sagen sie ihrem Vater das er jetzt gehen darf ,es ist alles geklärt usw“ und da gibt es noch viele Möglichkeiten.Da gebe ich wieder einen Rat weil ich es so gelernt habe in meiner Ausbildung.Jeder Mensch ist auch nicht offen und flexibel,ich muss mich immer anpassen an den Menschen,jedoch eins ist immer wichtig für mich ,zuhören und emphatisch zu sein.

    Beim schreiben habe ich gerade gemerkt wie sehr ich meinen Beruf liebe!

    In diesem Modul habe ich für mich erkannt,dass ich schon sehr oft im Leben loslassen musste ,sehr flexibel dem Ganzem gegenüberstehe ,oft wieder von ganz vorne anfangen musste.Bin oft gefallen und wieder aufgestanden.Das ich mein Gesicht fast immer der Sonne zugewendet habe und noch was habe ich in meinem Leben erfahren,tiefste Dankbarkeit zuhaben mit dem was man hat.Was ist passiert dadurch,mein Leben hat sich sosehr verändert in jeglichen Bereichen in noch viel mehr positiveren.Natürlich habe ich noch nicht alles ändern können ,ändern hört sich komisch an. Es ist alles ein Prozess was man lernen kann und es sich dadurch verändern wird.Es vergeht kaum ein Tag wo ich nicht glücklich und Dankbar bin.
    Das Leben ist einfach schön.

    Liebe Grüße Martina

    #10089

    Grade habe ich Euere Beiträge gelesen. Ich kann Euch noch zwei sehr gute Bücher zu diesem Thema empfehlen: „Anleitung zum guten Sterben“ oder/und „Die 7 Geheimnisse guten Sterbens“ von Dorothea Mihm, einer buddhistischen Palliativschwester geschrieben. Ich fand es sehr motivierend und unterstützend. Ich habe, obwohl ich mich auch viel mit dem Thema Sterben und Loslassen beschäftigt habe, noch viel dazugelernt!
    Nur so als Anregung.
    Schönen SO noch!
    Christl

    #10105
    Ursula Schefer
    Teilnehmer

    … Liebe Christl
    Danke dir vielmals! Schaue ich mir gerne an!
    Habe grad heute ein wunderschönes Geschenk von meinem Vater bekommen, und zwar einen so lieben Brief mit einem gemeinsamen Foto als Andenken.
    Bin so dankbar darüber, auch überhaupt einen so tollen Vater gehabt zu haben. Und so konnte ich auch unterdessen seine ausgeprägte Herzsprache als Qualität von ihm annehmen und mich darüber freuen! Ohne Angst zu haben, dass ich zu wenig Spielraum hätte. Weiter freue ich mich auch sehr, dass ich wieder viel in den letzten Wochen in diesem Prozess lernen durfte und sich unsere Beziehung in so liebevoller gegenseitiger Dankbarkeit noch äussern darf.
    Alles Liebe
    Ursula

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