Illes Beitrag beim Zoom-Meeting am 8.8.2019

By Monika Stickel

Startseite Foren KubyStudium Semester 2 Modul 12: Illes Beitrag beim Zoom-Meeting am 8.8.2019

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    Monika Stickel
    Teilnehmer

    Monika Stickel, Online-Studentin im 2. Semester 10. August 2019

    Liebe Ille,

    am 8.8. hatten wir das Zoom-Meeting mit Clemens, bei dem Du Dein Herz „ausge-schüttet“ und gesagt hast, was Dich schon eine Weile bewegt.
    Ich schätze es sehr, dass Du diese Gedanken und Gefühle ausgesprochen und mit uns geteilt hast.

    Ich gehöre zu den Online-StudentInnen, die mit Begeisterung dabei sind, und ich habe nur wenige Meetings verpasst. Es ist jedes Mal sehr anregend und faszinierend, welche Themen zur Sprache kommen und wie viel ich bei jedem Meeting lerne und begreife –
    immer wieder aufs Neue. Ich bin dafür sehr dankbar und schätze die Offenheit untereinander.

    Bei der Bearbeitung der Module des 2. Semesters ging es mir wie Dir:
    Um zu begreifen, was ich noch nicht kann und wo bei mir Entwicklungsbedarf herrscht,
    hilft mir nicht, wenn ich kritisiert, beurteilt und gepuscht werde. Das demotiviert mich eher, so wie Dich, und hindert und bremst mich.
    Ich brauche Ermutigung, Verständnis, dass ich noch nicht alles kann, und eine Form der Information, die mir Entwicklungsmöglichkeiten zeigt und mir nicht meine „Fehler aufs Butterbrot schmiert“.

    Wenn ich bei einer Begleitung einem meiner mir noch nicht bewussten Schwierigkeiten begegne und betroffen bin, kann ich wahrscheinlich nicht anders, als sie erst einmal nicht wahr zu nehmen. Da hilft mir Kritik nicht weiter, sondern die Reflektion darüber mit einer Umschreibung.

    Weil ich so erschüttert war, habe ich mich mit einer Mitstudentin ausgetauscht und danach etwas Wesentliches für mich erkannt:

    Clemens will für uns das Beste, und er hat großes Vertrauen in uns, dass wir ihn als Kuby-Begleiter in seiner Vision unterstützen. Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich diese Chance habe, dabei zu sein und so viele Anregungen und Möglichkeiten bekomme, um selber gesund und glücklich zu werden/zu bleiben und auch andere Menschen begleiten kann, diesen einmaligen Weg einzuschlagen, wenn sie es möchten.

    Dass Clemens bei dieser Arbeit mit uns manchmal seine eigenen Regeln nicht einhält und seine Äußerungen bei mir auf Widerstand stoßen, ist im ersten Moment völlig normal. Das hat etwas mit unserem „Aggressionsapparat“ (siehe Joachim Bauer „Schmerzgrenze“) zu tun, der automatisch bei jedem Menschen anspringt, wenn er Gefahr wittert. Dann wählen wir Flucht, Kampf oder Totstellen.
    Meist gehen wir in den Widerstand, weil wir nicht kritisiert oder beschämt werden wollen. Dabei ist eine Äußerung keine Gefahr. Wenn wir das wissen, können wir versuchen, anders mit solchen Ärgernissen oder „Verletzungen“ umzugehen.

    Elisabeth hat das im „Prüfungsgespräch“ gemacht und geantwortet:
    „Wenn ich 100 Gespräche geführt habe, passiert mir das nicht mehr!“
    Das fand ich sehr gut. Wir brauchen wirklich genügend Zeit und empathische Rückmeldungen, um auf unserem Weg zum Ziel voranzukommen. Dabei sind Druck und Vorwürfe („Die 30 Minuten Rumeiern hättest du dir sparen können!) für mich kein förderliches Mittel.

    Das „Rumeiern“ um den wesentlichen Punkt/Türöffner ist für mich ein wichtiger Hinweis, dass da noch ein Projekt ist, dem ich mich zuwenden muss, wenn ich eine gute Kuby-Begleiterin werden möchte. Deshalb ist das „Rumeiern“ für mich wertvoll und erkenntnis-fördernd.

    An alle Vor-Ort-StudentInnen
    An dieser Stelle möchte ich allen Vor-Ort-StudentInnen herzlich danken für alle ihre Gespräche, die ich ansehen und für mich auswerten durfte: ein sehr geeignetes Übungsfeld zum Erkennen, welche unserer Regeln uns helfen, den Trichter für den Klienten zum Urschmerz zu finden. Ich habe erkannt, dass unsere Glaubenssätze und unsere bisherige Art zu denken und zu reden sehr tief in uns verankert sind und es viel Übung und Bewusstsein braucht, diese neue Art der Kommunikation beim Begleiten anzuwenden und durchzuhalten.

    An Valentina:
    Wenn ich mich recht erinnere, hast Du im Chat sinngemäß geschrieben:
    „Diamanten schleift man auch nicht mit Streicheleinheiten!“
    Dieser Satz hat bei mir einen starken Schmerz ausgelöst.
    Ich bin kein Diamant, der mit einer Maschine poliert wird.
    Ich bin ein Mensch auf dem Weg, freiwillig mein Bewusstsein mit Liebe, Geduld und Hingabe zu erweitern. Dazu brauche ich Verständnis, Empathie, Ermutigung und Vertrauen. Lernen ohne äußeren Druck, sondern aus innerer Motivation, macht mir Freude und bringt Entwicklung.

    Herzliche Grüße an Euch alle.

    #6936
    Irmi
    Teilnehmer

    Hallo liebe Monika,

    Danke von ganzem Herzen, dass Du einen Beitrag wieder in unser Studentenforum gestellt hast. Auch inhaltlich hast Du Dich wunderbar klar und liebevoll ausgedrückt.

    Das bringt mich spontan auf die Idee, auch mal wieder einen Text hier einzugeben.

    Nach dem Studium vor Ort habe ich viele innere Schwierigkeiten gefühlt, eine tiefe Traurigkeit, da ich wahrnehmen konnte. Mir wurde klar bewusst, ich muss meine verdrängten Schmerzen, mein Leid ansehen und umschreiben, um später begleiten zu können. Dies geschieht seither bei mir intensiv und hat Vorrang in meinem Alltag. Ich habe ein Schmerzbild-Projekt umgeschrieben und schon fühle ich die nächste tiefere Schmerzschicht, die ich angehen muss, da mein Körper nun eine neue Reaktion zeigt. So geht es mir seit Ende März 2019 und mein Prozess läuft noch!
    Dank der achtsamen Begleitung durch Mitstudent(in)en (besonders hervorheben möchte ich Christine D.) spüre ich meine innere Kraft, diesen Prozess zu gehen, ohne in Resignation oder mir vertrauter Hilflosigkeit zu verfallen.

    Es macht Sinn, im Forum Euch Mitstudenten mitzuteilen, wie ich meine Bewusstseinserweiterung spüre und dass ich inzwischen klar erkenne, dass ich zuerst meine größten Baustellen per Seelenschreiben bereinigen muss, um wirklich im Sinne des Klienten begleiten zu können. Daher stehen selbst die zu führenden Begleitungsgespräche dahinter an.
    Wir alle stehen jetzt in dieser Praxis! Hierbei können wir nicht „hudeln“!

    Die Praxis, unser KUBY-Wissen (geistiges Futter) bei uns selber anzuwenden und eigene Heilerfolge erLEBEN zu können.
    Die eigene Erfahrungen und ihre Anwendung/Umsetzung bringen den Erfolg. Erst dies macht uns nach diesem Praxis-Prozess zu wirklichen authentischen KUBYbegleitern, die Klienten bei ihrer Bewusstseinserweiterung intuitiv spiegeln können.

    Danke für Deinen Beitrag. Ich umarme Dich von Herzen,
    Irmi

    #6939
    Sylvia Simson
    Teilnehmer

    Liebe Monika,

    ich bin dir so dankbar, dass du so aufrichtig geschrieben hast. Das hift mir sehr. Um meinen Schmerz los zu werden musste ich das Mal gesagt haben. Ich hatte vorher deshalb die ganze Nacht nicht geschlafen, vor Aufregung.
    Ich war so begeistert nach dem ersten Semester und hatte gedacht endlich das gefunden zu haben wonach ich immer gesucht habe. Dann bin ich im Zweiten Semester auf der Nase gelandet. Genau so wie ich es geschildert habe. Natürlich triggert mich da meine Schulzeit und auch das autoritäre Verhalten von Personen von denen ich abhängig war. Trotzdem meine ich ist so eine Art zu lehren überholt. Das denke ich auch immer noch. Natürlich sehe ich ein das wir lernen und uns verbessern wollen, sollen. Das möchte ich auch. Aber wie du es sagst auf liebevolle Art und mit Phantasie, statt mit Druck und hau drauf. Clemens hat ja versprochen sich zu bessern umd mein Job ist es jetzt weiter an meinen Schmerzbildern zu arbeiten, was mich da so getriggert hat. So, wie du auch Irmi.
    Seit sieben Jahren schreibe ich schon an meinem Hauptprojekt und komme nicht so richtig vorwärts, mit verschiedenen Begleitern, auch Clemens. Das ist natürlich auch ein Erschwerniss bei der Begleitung anderer. Ich möchte es unbedingt überwinden und bleibe dabei.

    Vielen Dank euch beiden, herzlichst Ille

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