Gedanken zur Ratio

By Ines Stier

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  • #8280
    Ines Stier
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    Eigentlich ist mir schon lange klar, dass ich meine Realität mit meinen Gedanken selbst erschaffe. Allerdings nicht nur mit den bewussten Gedanken, sondern vor allem auch mit den unbewussten. Den „Glaubenssätzen“, die sich irgendwann in meiner Vergangenheit eingeprägt haben. Solche wie „ich gehöre hier nicht hin“, „ich bin nicht liebenswert“ oder ähnliche. Das was ich glaube – das wovon ich überzeugt bin – ist das, was ich auch vorzugsweise wahrnehme – also als Wahrheit nehme.
    Das ist eine Leistung der Ratio. Die Ratio sorgt dafür, dass ich „verstehe“. Sie hilft mir, ein System zu schaffen, um mich in der Welt orientieren zu können.
    Und die Ratio ist eine Meisterin der Rationalisierung. Sie ist schließlich dafür „eingebaut“ mein Überleben zu sichern und das funktioniert am Besten, wenn einige Dinge automatisiert sind und ich nicht bei jeder Handlung von vorne anfangen muss, alles zu bedenken, zu analysieren und zu entscheiden. So etabliere ich Gewohnheiten – eine Art der Automatisierung bzw. Rationalisierung. Gewohnheiten machen das Leben leichter. Einer Gewohnheit zu folgen braucht kaum Energie – und so steht mir die Energie für andere Dinge zur Verfügung. Das ist prima, solange mir die Gewohnheit nicht schadet und mich daran hindert, mich weiterzuentwickeln.
    Das heißt, es ist gut, achtsam zu sein und mich und meine Gewohnheiten immer mal wieder zu hinterfragen. Nützen sie mir noch – oder stehen sie mir inzwischen im Weg?
    Gewohnheiten zu verändern gehört bekanntlich zu den schwierigsten Dingen im Leben – wenn die Ratio der Chef ist. Wenn ich sie auf ihren Platz verweise, sie als ein geniales Überlebens-Sicherungs-Werkzeug wertschätze, sie aber vom Chef-Thron verweise um selbst darauf zu sitzen, ist das Ändern von Gewohnheiten gar nicht mehr sooo schwer.
    Das Leben ist wundervoll.
    Liebe Grüße an euch alle, Ines

    #8325
    May Paasch
    Teilnehmer

    Hallo Ines,
    wunderbar, wie Du das formuliert hast. Ich habe gerade eine große Auseinandersetzung mit meiner Ratio, die sich nämlich nicht vom Thron stoßen lassen will. jetzt weiß ich, was Clemens damit gemeint hat, man muss Betonwände verschieben!! Gewisse Prägungen nämlich, die überhaupt nicht gut sind für mich, im Gegenteil, mir die letzten Monate teilweise unerträglich gemacht haben. Gestern Abend einen großen Schritt weitergekommen dank einer Projektierung. Aber: Achtsamkeit und Geduld, dran zu bleiben, nicht verzweifelt aufzugeben, sind ein unabdingbares Muss.

    #8329
    Ines Stier
    Teilnehmer

    Liebe May,
    … ja genau, Achtsamkeit und Geduld… aber auch Wertschätzung und Dankbarkeit. Die Ratio ist ein geniales Werkzeug! Sie dafür anzuerkennen und ihr Dankbarkeit entgegenzubringen statt sie wegzustoßen kann helfen. Wenn wir ihr sagen, wie großartig sie ist und ihr dann ihren Platz zeigen, wird sie sicher leichter unseren Thron verlassen, auf dem wir selbst sitzen möchten 🙂

    Die Prägungen, die dich blockieren, wollen aufs Papier, liebe May. Aufschreiben, reinfühlen, die Eingangstüren zum Unterbewußten erkennen…
    (Es ist wirklich immer wieder lustig, dass man bei anderen irgendwie klarer erkennt, als bei sich selbst. Gut, dass wir gemeinsam gehen!)

    Alles Liebe für dich und bahnbrechende Erkenntnisse für deine Heilung
    Ines

    #8346
    Maria Götze
    Teilnehmer

    Liebe Ines, liebe May,

    Gewohnheiten zu verändern ist nur dann schwer, solange man denkt, es ist schwer.

    Ich möchte dazu einen Auszug aus dem Buch „mental healing“ ans Herz legen:
    kommt unter „Bewusstseinswandel“ auf Seite 107:
    „… Heute kann ich zusammenfassend sagen: Bewusstsein verändert Materie. Damit befinde ich mich in Übereinstimmung mit der modernen Physik. Das beruhigt und trägt dazu bei, nicht an dem Erlebten zu zweifeln oder gar zu verzweifeln. Verglichen mit der herrschenden Medizin müsste dies aber der Fall sein. Ihr wäre es vermutlich lieber, wenn es Fälle wie mich nicht gäbe, denn dann wäre für viele die medizinische Welt in Ordnung. Die allgemeine Entwicklung ist aber nun schon so weit, dass Sie dieses Buch in Händen halten und wenn Sie wollen, mit Ihrem eigenen Bewusstseinsprozess zum allgemeinen Konsens auf dieser mehr geistigen Bewusstseinstufe beitragen können. Flankiert wird dieses Vorhaben von der Neurobiologie, sodass es für die Schulmedizin bald keine Hürde mehr sein wird, ebenfalls den Paradigmenwechsel zu vollziehen…“

    Ich wünsche dir, liebe May und uns allen Mut zum Weitermachen und Zuversicht.
    Ich schicke euch Licht.
    Alles Liebe
    Maria

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