Aufgabe Video 5

By Brissa

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    BrissaBrissa
    Teilnehmer

    Ich quelle. Rüttelt mich das nahe Ende des Semesters? Ich glaube eher, mich schütteln die Früchte der Arbeit des letzten halben Jahres. Ich muss auch diese Aufgabe teilen.

    INTERPRETATION:
    Ich bin seit März 17 quasi bettlägerig. Ich bin innerlich fuchsteufelswild und sehr beschämt.
    Ich rede mit mir selbst:
    I: Ich, die die Schulmedizin außer nach meinem Unfall nicht brauche und meide. Was ist los? Meine Demut und Dankbarkeit, dass die Notfallsmedizin ihre Berechtigung hat, habe ich doch schon ausgelebt?! Und damals haben sie mir geholfen und mich fit gemacht. Diesmal haben sie mir zwar auch geholfen, aber ich habe das Gefühl, sie haben mir anscheinend Symptome dazu geschenkt, postoperative Geschenke quasi und mich total hilflos entlassen. Klar weiß ich, dass ich kreiere, aber fahrlässig waren die schon auch. Warum schieben mich die in so einer Hilflosigkeit nach Hause? Spinnen die? Hilfe, ich bin in einer Abwärtsspirale. Ich sehe nur mehr die anderen und fühl mich nicht mehr. Durch das ständige Liegen bin ich so was von unselbständig und alles wird schlechter. Bla bla bla
    Ich fühle mich ausgeliefert.
    Anfang 2018 meldet sich meine Seele, jedenfalls scheint sie wieder durch.
    S: Du das mit der Abwärtsspirale führt dich nirgendwo hin, außer eben abwärts. Reiß dich zsam. Zeit STOP zu sagen. Mach dir einen Plan, setze dir Ziele, schau nach vorne.
    Jänner 2018
    I: Meine Seele hat recht. Ich denke mich abwärts. Das geht gar nicht. Ich habe nun wieder genug Kraft aus der Ohnmacht auszusteigen. 1. Das Zimmer wird von einem Krankenlager in mein Zimmer umgestaltet. 2. Du beginnst im Februar das Kubystudium. 3. Deine Hände/ Schultern sind nun wieder so weit, dass du deine Schmerz- und Heilbilder in Vorlagen gibst oder neue schreibst. 4. Parallel liest du in Kubybüchern oder was immer dich inspiriert, schaust Videos etc.. Alles, was dich aus deinem aktuellen Mindset rausholt.
    Die Übung gelingt. Ich versteh zwar noch immer nicht, was das Rumliegen soll, aber ich schaue nach vorne. Alles muss man ja nicht verstehen.

    UMINTERPRETATION
    Das Kubystudium inspiriert mich. Hin und wieder holen mich die alltäglichen Probleme und Sorgen der vor allem schulmedizinisch geschulten mich umgebenden Menschen aus meinem Flow. Sobald ich es merke oder spätestens, wenn das nächste Modul angeflogen kommt, darapple ich mich wieder und nähere mich stetig meiner Energie.
    Ich bemerke Veränderungen. Meine Kommunikation mit dem schulmedizinisch geschulten Personal (ich habe Wunden am Popo, die ich nicht selber verbinden kann) ist anders. Ich bin selbstbewusster und unterscheide besser, da brauche ich euch, da will ich Kommunikation und die gestalte ich mit, aber da gibt es auch Ebenen und Herangehensweisen, da erlaube ich euch nicht, mir dazwischenzufunken. Speziell ab dem Sommer, fühle ich eine tiefe Entspannung im Bauch, Herzen, im Geist. Vom Verstand her habe ich noch immer keinen Überblick, wozu das alles gut sein soll, auch wenn ich nicht auf die Schiene – ach bist du arm -, die viele private Menschen mir anbieten, einsteige. Das Arm-Sein befriedigt nicht.

    Das Modul 15 kommt geflattert. Clemens bittet uns, eine Situation umzuinterpretieren.

    I: Hm, na wenn Clemens so genau fragt. Genau genommen konnte ich diese Phase der Bettlägerigkeit für das Kubystudium und meine Selbstfindung nutzen. Ich musste mich nicht mal um Haushalt und kochen kümmern. Wer hat den Luxus bitte? Hätte ich diese zusätzlichen Symptome nicht bekommen, wäre der normale Alltag wieder dagewesen, das Gefühl, mich anpassen zu sollen und ich hätte noch nicht gewusst wie ich das ausdrücken kann, was ich leben will. Jetzt fühle ich zumindest, was ich leben will und was nicht. Ich hätte mir nicht so viel Raum gegönnt, so ein tiefes Verständnis zu entwickeln. Ich bemühe mich teilweise normal zu sein, aber eigentlich will ich verrückt sein, unangepasst, frei und voll Lebensfreude. Sicherlich geht Bewusstseinsentwicklung immer und überall, aber ich kann ganz schön dankbar sein, dass ich dieser die letzten Monate so viel Zeit widmen konnte.
    Meine Mutter, die jetzt bei mir wohnen muss, und ich bekamen auch Gelegenheit uns auszusöhnen. Sie lobt wieder ihr Leben in Linz. Vor meiner Krankheit schimpfte sie nur wie einsam sie ist etc. Jetzt freut sie sich auf ihr zu Hause und aufs alleine sein. Töchter können ganz schön anstrengend sein! : ). Das Studium geht nun zu Ende, das erste Semester meine ich. Aber mich erfüllt mehr Dankbarkeit als Wehmut. Ich werde das regelmäßige Beschickt-Werden vermissen, aber ich bin reich an Schätzen und Werkzeug. Ich habe noch immer keine Ahnung wie es mit mir weiter geht. Es ist mir mehr wurscht geworden. ich spüre, dass etwas in mir heilt, das zählt. Ich spüre mehr Kraft und mehr Liebe in mir und hab Fäden in der Hand, die den nächsten Akt knüpfen. Vielleicht bin ich noch nicht mit jeder meiner Kreationen happy, aber wichtig ist nur, dass ich es wieder erneuern kann, wenn ich einen Schmarrn kreiert habe! Danke für mein Leben und meine Chancen, möge ich sie bestens nutzen! Möge ich meine Unangepasstheit anders leben als mit besonders ausgefallener Bedürftigkeit und kuriosen unglaublichen Erlebnissen mit Schulmedizinern aufzufallen. Danke Clemens und allen Mit-ent-wicklerInnen. Ich freu mich schon aufs neue Modul und eventuell geteilten anderen Uminterpretationen.

    #3427

    Vielen Dank, für das Teilen, liebe Brissa. Da hat ja schon ein kleiner Rückblick mitgeschwungen, worauf ich in meinen Gedanken auch schon gekommen bin…
    Danke Dir und alles Liebe und Gute!

    Zu Deiner inneren Frage ist mir etwas eingefallen. Kennst Du die Worte von Rilke:

    „Haben Sie Geduld gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und versuchen Sie, die Fragen selbst lieb zu haben… Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben können. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, einen fernen Tages in die Antwort hinein.“

    Rainer Maria Rilke

    Liebe Grüße von Ina

    #3429
    BrissaBrissa
    Teilnehmer

    Liebe Ina, diese Rilke Worte kannte ich nicht. Sehr passend. Danke dir herzlich!
    Liebe Grüße, Brissa

    #4224

    Liebe Brissa,
    ich habe Deine Zeilen gelesen und ich habe irgendwie etwas gesehen in Deinen Worten…
    Ich weiß nicht was für eine Geschichte Du hast, aber ich möchte Dir erstmal alles Liebe und Gute von ganzem Herzen wünschen.

    Beim Lesen Deiner gesamten Zeilen fiel mir das Wort: AUSGELIEFERT auf… ich zeige Dir einfach mal meine Gedankengänge.
    Deine Worte: “ Mutter lobt wieder ihr Leben“
    Deine Worte: “ Normal….verrückt voller Lebensfreude…“
    Deine Worte: “ Vor meiner Krankheit schimpfte sie nur wie einsam sie ist…“
    Deine Worte: “ Unangepasstheit leben…anders als mit Bedürftigkeit…
    und da schließt sich für mich der Kreis zum ersten Wort AUSGELIEFERT.

    Liebe Brissa, kannst Du damit was anfangen?
    Fühle Dich herzlich umarmt von Lina.

    #4606
    BrissaBrissa
    Teilnehmer

    Liebe Lina, ich hatte eine Zeit keine Internetverbindung…
    Danke dir, für dein Einfühlen in meinen Text und deine Herzensschwingungen.

    Ganz sicher bin ich nicht, ob wir dasselbe sehen, aber könnte gut sein. Daher habe ich deine Worte jetzt noch ein paar Tage wirken lassen. Für meine Abwärtsspirale 2017 war tatsächlich das mich ausgeliefert fühlen die passende Beschreibung. Gott sei Dank habe ich die Kurve bekommen und bin ich seit Anfang 2018 für alle sichtbar in steigernder Intensität wieder am aufsteigenden Ast. Das Kubystudium war dafür ein Segen! Es bleibt aber weiterhin spannend, da ich noch immer trotz eindeutig auch für andere erkennbaren guten Energie- und Moodlevel nicht oder nur kurze Zeit sitzen darf. Die äußeren Szenarien ändern sich dauernd. Wir machen alle eine Masterclass in Flexibilität. Die anderen stöhnen nur mehr mit mir, wenn auch mit einem lachenden Auge, dass es dauernd Planänderungen gibt. Ich bin so gespannt wie sich 2019 das Leben für mich an äußerer Realität einpendelt, was an Bewusstseinsentwicklung sichtbar wird.

    Zu meiner Unangepasstheit und meiner Lebensfreude habe ich wieder Zugang. Die Ausgangssituation ist jedoch eine körperlich unselbständige Situation. Es braucht daher viel Energie und Geist, diese Transformation in die physische Ebene zu bringen. Wie Clemens sagt, je größer das Problem umso mehr Energie braucht die Veränderung. Meine Nuss ist keine kleine ;). Das ist jetzt vielleicht etwas rätselhaft geschrieben, aber meine Geschichte und die vielen Stationen im letzten Jahr, die sich sicher durch die neuen Bewegungen in mir entwickelt haben, sprengen den Rahmen des Forums. Das ist schon ein Roman. Vielleicht wird es einer? 🙂

    Fühl auch du dich herzlich umarmt, Brissa

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