Antwort auf: Modul 1 / Aufgabe 2 „Prioritäten richtig setzen“, Video 6 c

By Anja Dr. Mummenthey

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Hallo Ursula,Irmi,Anton(bitte melden, wenn die Anrede nur mit Vornamen unangenehm ist,),Baerbel,

Vielen Dank für die anregende Kommunikation!
Deine Situation, liebe Ursula, kann ich sehr gut verstehen, da ich eine ähnliche mit meinen Eltern hatte. Dabei ging es mir wie dir, Bärbel, daß ich die meiste Erkenntnis erst nach ihrem Tod bekommen habe.

Ein wichtiger Satz dabei ist:
Du sollst das Leid des dir sehr verbundenen Menschen anerkennen, aber bei ihm lassen.

Diese Weisung hat mir auch Schmerzen in Form von Mitleid verursacht. Aufgrund meiner Konditionierung ( Ab einem bestimmten Alter sind die Kinder für das Wohl ihrer Eltern verantwortlich) hat meine Hilflosigkeit beim Beseitigen der Ängste besonders der meiner Mutter mein schlechtes Gewissen zu einem regelrechten Monster wachsen lassen, das das eigene Leben sehr stark einschränkte. Da sich die Verlassens- und später die Todesängste meiner Mutter in einer extremen Vorwurfshaltung äußerten, fiel mir ein liebevolles Eingehen auf sie ( was von ihr auch negativ bewertet wurde) sehr schwer.
Ich hoffe ,liebe Ursula, dass deine liebevollen Gesten bei deinem Vater ankommen und freue mich für euch beide,wenn die klugen Fragen, die Irmi vorgeschlagen hat dazu beitragen, euer Verhältnis zu harmoniesieren.
Ich habe mich das damals nicht getraut in der irrigen Annahme ich müsste das benannte Angstproblem lösen.
Mein Körper zeigte mir seelisches Dilemma durch Atemnot, Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Meine Persönlichkeit änderte sich und trotz liebevoller Unterstützung durch Freunde blieb ich in einer gewissen Lethargie.
Nach dem Tod meiner Eltern habe ich gemerkt, wieviele Ängste ich unbewusst von ihnen übernommen hatte, denn von den körperlichen Symptomen waren die Atemlosigkeit und Antriebslosigkeit sehr schnell verschwunden!

Ich wünsche euch allen ein schönes Restwochenende und ein erfahrungsreiches Studium
liebe Grüße aus Hannover Anja