Antwort auf: Community – Is there anybody out there?

By Marlene Rapolder

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 01: Abschied vom materialistischen Weltbild Community – Is there anybody out there? Antwort auf: Community – Is there anybody out there?

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Marlene RapolderMarlene Rapolder
Teilnehmer

Hallo liebe Claudia,
danke dir vom Herzen, dass Du dieses Erlebnis mit uns allen teilst. Das sind die Momente im Leben, die wir nie vergessen werden und ich bin absolut überzeugt, sie sind so wahr wie alles andere, was wir wahr-nehmen.
Vor einiger Zeit kontaktierte mich ein ehemaliger Kollege (damals war ich noch im Arbeitsmarkt, im Dentalmarkt tätig). Er ist ein Griecher, der hier geboren ist. Seine Eltern sind vor einigen Jahren wieder nach Griechenland gezogen. Er hatte von meinem Lebenswandel erfahren und wollte sich selbst ein Bild machen von dieser merkwürdigen Veränderungen.Ich war zuvor seine Vorgesetzte gewesen und eher bekannt als die kopfgesteuerter harte Cookie und das passte für ihn so gar nicht zusammen. Er erzählte mir, dass seine Mutter gestern abend ins Krankenhaus gekommen sei und es gar nicht gut um sie aussah, die Ärzte sind sich nicht sicher, ob sie die Nacht überlebt. Er hatte für morgen früh einen Flug gebucht. Er hat sich wohl nicht getraut zu fragen, ob ich etwas für sie tun könnte, da er nicht wüsste was ich für seine Mutter, die ich selbst nicht kenne, wohl tun könnte.
Ich sagte, dass ich ihm viel Liebe und Kraft schicke und bei ihm und seine Familie in Gedanken sein würde.
Nachdem wir aufgelegt hatten, dachte ich darüber nach, was ich für sie oder ihm tatsächlich tun könnte. Bis dahin wurden Martin (mein Mann) eher kontaktiert, wenn jemand verstorben war oder wenn jemand mit sich und seiner momentanen Situation nicht klar kommt.
Abends vor dem schlafen gehen, machte ich eine Meditation und wollte mich einfach leiten lassen, so ähnlich wie du es beschrieben hast, eine Bilderreise.
Ich stellte mir vor, dass ich die Mutter im Krankenhaus aufsuchte. Ich fragte sie, ob sie eine Reise mit mir machen wollte. Sie willigte ein. Sie nahm mich zurück in der Zeit, wo ihr Sohn Nico klein war. An der Küste spielte er mit seine Schwester und sie genoss die Zeit mit ihrem Mann. Nach einer kurzer Weile fragte ich sie, ob sie mit mir nach drüben kommen wollte. Ich sagte ihr, dass ich meinen Vater, Schwester und Nichte besuchen wollte und sie könnte mit ihre Lieben im Jenseits Kontakt aufnehmen. Sie willigte ein. Ich bat sie darum, sich an der Pforte wieder zurück zukommen, wenn sie mit mir zurück auf die Erde gehen will und ansonsten würde ich dann wieder alleine zurück gehen. Sie nickte. Ich ging meinen Weg und sie ihren. Dann trafen wir uns wieder und sie meinte „ich komme mit, ich habe noch etwas zu erledigen“. Sie erzählte mir, dass sie ihre Eltern und ihre Schwester getroffen hätte und das hat ihr so gut getan. Ich begleitete sie wieder zurück ins Krankenhaus. Gab ihr, den Raum, das Personal, ihre Familie und alle dort kraftvolle, heilende Energie und beendete die Meditation. Ich sass noch eine Weile in meinem Stuhl und genoss diese Energie. Es wirkte so wahr und so gut tuend.
Ich schickte Nico eine WhatsApp und teilte ihm mit, dass ich der Ansicht bin, dass seine Mutter wieder gesund wird und bald das Krankenhaus verlassen kann. Ein paar Stunden später schrieb er, dass seine Mutter in der Nacht tod war und reanimiert wurde. Seine Schwester wäre ins Krankenhaus gekommen und in den frühen Stunden hätte die Mutter die Augen aufgemacht und sagte „ ich war drüben, habe meine Eltern und meine Schwester gesehen, aber ich habe noch was zu erledigen, ich bleibe!“. Seine Schwester hatte gedacht, dass die Mutter Haluzinationen gehabt hatte und hatte Nico erst davon erzählt, als er ihr meine WhatsApp gezeigt hatte. Als er mir dies schrieb waren wir verständlicherweise alle sehr aufgeregt. Er bat mich darum nochmal zu meditieren und weitere Infos zu erhalten, wann kommt sie aus dem Krankenhaus raus (er wollte gegebenenfalls die Rückreise antreten) und was hat sie zu erledigen? Berechtigte Fragen. In einer weiteren Meditation erhielt ich auch hierzu Infos, die dann auch so eintrafen. Sie werde am kommenden Freitag entlassen werden und wollte ihr Verhältnis zu ihren Kindern und Ehemann in Versöhnung bringen. Sie werde in einigen Monaten dann ihre Reise zu ihren Eltern antreten.
Sie kam Freitag tatsächlich aus dem Krankenhaus heraus. Nico konnte sich mit seine Mutter versöhnen. Sie lud mein Mann und mich nach Griechenland ein und wir lernten sie März 2018 kennen. Es war eine sofortige Verbindung zu ihr dar. Die Ehefrau von Nico, die ich auch schon viele Jahre kenne, hatte eine außergewöhnliche Veränderung bei ihrer Schwiegermutter festgestellt. Vor dem Krankenhausaufenthalt hatte sie oft abwärtende Bemerkungen gemacht, sie war verhermt und verbittert. Jetzt war sie wie ein Lamm.
Ein paar Monate später rief mich Nico erneut an, seine Mutter wäre wieder ins Krankenhaus gekommen. Er spürte nun auch, dass sie gehen würde und er war so weit, er konnte sie gehen lassen. Er bat darum, ob ich eine neue Meditation aufsprechen könnte, so dass er dies mit seinem Vater, seine Schwester am Sterbebett laufen lassen konnte, seine Mutter war in eine Art Koma und war noch selten beim Bewusstsein. Das tat ich auch, es war eine sehr schöne Meditation (ich bin sicher, ich werde geleitet und bin lediglich das Sprachrohr) bei der sich alle Anwesenden an die wunderschönen Zeiten, die gemeinsam erlebt worden wieder in Erinnerung rufen und alle die Mutter in Gedanken sich bedanken und ihr ausdrücklich sie „loslassen“ können. Sie solle nun nur an sich denken, sich freuen, wenn ihre Eltern, Schwester oder wer auch immer vorbei kommt, um sie abzuholen, mit offene Armen sich hingeben darf. Alle wunschten ihr vom Herzen eine Gute Reise.
Ich schickte ihm die Meditation via einem Link und zwei Tage später teilte er mir mit, dass sie nun friedlich eingeschlafen wäre. Sie alle hätten um ihr Bett gesessen, die Meditation gehört und konnten sie wirklich loslassen. Sie wurde nach Hause gebracht und zwei oder drei Tage in einem Sarg im Wohnzimmer aufbewahrt, das Haus war voll mit Menschen, die gekommen waren, um Lebewohl zu sagen. Nico war der Ansicht, dass dieser Vorbereitung für ihn sehr wertvoll gewesen sei, er war zwar traurig, aber nicht ohnmächtig. Er sagte zu mir, dass er viele Jahre Angst hatte vor diesem Tag, doch es war alles gut.
Wir alle könnten den Schmerzprozess enorm abkürzen, wenn wir den Tod als etwas wunderschönes annehmen könnten und somit den Heilungsprozess direkt walten lassen.
Ich bin sicher, dass dieses Seminar und unsere Community viel dazu beitragen wird, dass wir feststellen, dass es einen fortlaufende Verbindung gibt. Nur der Körper stirbt, nicht die Seele und nicht der Geist :-).
Alles Liebe
Marlene