Antwort auf: Community – Is there anybody out there?

By Claudia Jovy

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 01: Abschied vom materialistischen Weltbild Community – Is there anybody out there? Antwort auf: Community – Is there anybody out there?

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Claudia Jovy
Teilnehmer

Hallo liebe Marlene,

auch ich habe vor etwa 1 1/2 Jahren meine Mutter begleitet, als sie ihren Körper verlassen hat – zum Glück hier zuhause – und ich kann dein Erlebnis bestätigen: es ist ein erhebender und wundervoller Moment, wenn jemand die Seite wechselt!
Es hat sich ein „himmlischer Frieden“ ausgebreitet, der fast greifbar war.
Meine Ma hat sich sehr schwer getan zu gehen, das war auch für den Arzt immer wieder befremdlich; sie ist mir über ein Schmerzpflaster fünf Tage zuvor in ein Delirium gefallen und ich habe danach regelmässig Morphium spritzen müssen gegen die starken Schmerzen – leider ist sie nach dem Pflaster nicht mehr wach geworden und zu Bewusstsein gekommen; aber ich habe am Tag vor ihrem Tod mit ihr eine Art Bilderreise gemacht, bei der wir gemeinsam am Himmelstor standen — das war wirklich erhebend, mit ihr zusammen in die andere Welt zu schauen!
Es muss länger als zwei Stunden gedauert haben und kam mir vor, als sei es nur ein Moment gewesen.
Ich kann meine Mutter oft spüren, aber so intensiv wie mit der Bilderreihe ist es nie wieder geworden – aber trotzdem ist es gut zu spüren und zu wissen, dass sie um mich ist – und das Bewusstsein nicht mit dem Tod endet.
Ähnliches habe ich vor mehr als 40 Jahren erlebt, nachdem meine Schwester bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist – sie war monatelang nachts bei mir, wenn ich weinend im Bett lag; das war sehr tröstlich, und auch in diesen Momenten hat sich für mich die Welt „erweitert“ – anders ist es nicht zu beschreiben, dieses Gefühl, von einer größeren Macht getragen zu werden.

Ich finde den Austausch hier über die Plattform sehr schön und bereichernd – wäre fast schade, das auf den privaten Weg zu verlegen – vor allem ist es interessant zu lesen, was die anderen schreiben und erlebt haben – auch ich bin mit meinen 57 Jahren in einer Phase der Neuorientierung und darf gerade lernen, mich in Geduld zu üben und die Dinge im Vertrauen wachsen zu lassen – nicht gerade meine Königsdisziplin . . .

Seit dem ersten Modul mache ich „Tabula rasa“ – miste gründlich aus und bin immer wieder erstaunt, was sich so angesammelt hat und unbeachtet den Raum vermüllt – und ich hab fast das Gefühl, das verjüngt mich ungemein – wie geht es euch damit?

Und, schreibt ihr euch mit eurer Seele?
Manchmal gibt es Momente, da schreibt es sich ganz leicht, und dann hakt es auch immer wieder mal – ein bisschen so, als „verdaue“ sich das Geschriebene erst mal ein wenig.

Schade, dass das 2. Modul erst Montag freigeschaltet wird – ich bin so gespannt und hätte heute gerne weiter gemacht.

Liebe Grüße aus dem Hochsauerland (hier lag heute morgen schon etwas Schnee!!!) und ein schönes Wochenende euch allen!

Marlene, dich suche ich gleich mal auf Facebook!

Claudia