Antwort auf: Wie geht es Euch mit dem Abschied oder dem Aufräumen mit dem material. Weltbild?

By Ursula Maria Hug

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 01: Abschied vom materialistischen Weltbild Wie geht es Euch mit dem Abschied oder dem Aufräumen mit dem material. Weltbild? Antwort auf: Wie geht es Euch mit dem Abschied oder dem Aufräumen mit dem material. Weltbild?

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Ursula Maria HugUrsula Maria Hug
Teilnehmer

Antwort an Ursula Kasper

Liebe Ursula – ich – auch eine Ursula gebe Dir Antwort auf Deine Frage und erzähle Dir meine Geschichte
Ich lebe bis ins Jahr 1998 in Luzern – meine drei Kinder sind in der Zwischenzeit erwachsen und haben alle einen Beruf.
Also entschliesse ich mich – in die Ostschweiz zu ziehen – um die Heimat meines Vaters und meiner Mutter noch besser kennen zu lernen (wenn ich ganz ehrlich bin – ein Mann spielt auch noch eine Rolle in dieser Geschichte).
Der Kontakt zu meinen Kinder besteht in diesen Jahren – aber eben auf Distanz – auch wenn ich nur innerhalb der Schweiz weggezogen bin. Ich merke auch bald, dass keiner von alleine zu mir kommt. Ich muss mich bewegen! Ich mache mich beruflich Selbständig und bin ja nun in gewisser Weise bis zu meiner Pensionierung gebunden an die Ostschweiz. Ich fühle mich je länger je mehr alleine – meine Familie fehlt mir – der Mann kann mir diese nie und nimmer ersetzen!
Im Januar 2015 habe ich plötzlich genug – sowas von genug – ich buche ein Kuby Seminar – weil ich es wissen will! Beschliesse den Mann zu verabschieden und nach Luzern zurück zu kehren. Im März 2015 kommt noch mein Enkel Tesfaye zu uns (aus Aethiopien). Jetzt hält mich nichts mehr – in freudiger Erwartung bereite ich meine Rückkehr nach Luzern vor.
September Umzug – gleich anschliessend Seminar auf Lanzarote.
Hier bin ich jetzt wieder seid 3 Jahren – glücklich – erfüllt – und zufrieden! Ich bin wieder zu Hause bei allem was mir lieb ist und alles ist bestens.
Etwas fällt mir noch auf: du schreibst, dass du dich allein gelassen fühlst von diesem Leben! Etwas habe ich gelernt -ich muss soll oder darf mich bewegen!!! Ich will noch etwas erreichen – ich will noch nicht stillstehen! Die Leute kommen nicht von alleine – ich darf meinen Beitrag auch leisten, dass sie kommen!
Darum habe ich jetzt angefangen – Flaschendeckel zu sammeln – Flaschendeckel gegen Kinderlähmung!!! Ich hatte in diesem Frühling das Bedürfnis noch einmal etwas „anzuteiggen“ wie man in der Schweiz sagt! Es ist eine wunderschöne Aufgabe und es bewegt sich etwas! Es macht unwahrscheinlich Spass – an einem Nachmittag Deckel abzuschrauben – es ist eine Tolle Sache – Abends müde und dreckig wie ein Schweinchen unter die Dusche zu stehen!
Ich kann mich jeden Tag an etwas erfreuen – sei es eine schöne Blumen – eine wundervolle Begegnung – oder irgend etwas, das mich zum schmunzeln bringt!
Liebe Ursula – es braucht Mut – einfach Mut – um loszulaufen – in der Liebe – dann gelingt es auch!
Schreib mir, wenn du das Bedürfnis hast!
Viel viel Lebensfreude sende ich Dir
Ursula Hug