Antwort auf: Atome und Wesen

By Ina - Gedankenrose

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 12: Die Weisheit der Zellen Atome und Wesen Antwort auf: Atome und Wesen

#3231

Hallo Ihr Lieben!

Danke Euch, für Eure Beiträge! Es ist so bemerkenswert, wann und wie und bei/mit wem eine Geschichte dann zu Tage tritt!

Hier ist meine Geschichte(ca. 6-8 Jahre her):
Mein damaliger Arbeitsplatz: Springkraft(Krankheitsvertretung) im Kindergarten in 6 Gruppen (davon sahen mich fünf Gruppen gerne und waren zufrieden und eine Gruppe/Leitung mobbte mich und hat dann auch meine Kündigung durchgebracht)

In dem letzten halben Jahr vor der Kündigung spielte sich folgendes ab:

„Ende Oktober Anfang November ging ich wieder mit der Frage um, als Springkraft in der Tagesgruppe zu vertreten. Dass diese Arbeit belastet ist, das hatte ich hautnah miterlebt:
In keiner Gruppe gab es so viele Krankheitsausfälle, Zerwürfnisse, Streitigkeiten, Umstrukturierungen, Vorwürfe, Misstrauen, Respektlosigkeit zwischen Kindern und Erziehern, zwischen KollegInnen, zwischen Eltern und ErzieherInnen und mit scheinbar verfestigten Widerständen wie hier. Im ganzen Kindergarten gab es für mich nur diesen Ort von dem ich mit dem Gefühl nach Hause ging, zwar alles gegeben zu haben, aber nicht damit angekommen zu sein.
Das war ein Grund unter anderen, für meinen mehrwöchigen Erschöpfungszustand.

Zu der Zeit war meine Seele verstört, unsicher und im wahrsten Sinne des Wortes: lebensmüde.

Als ich nach einer Regenerationsphase und einer Kur meine Arbeit wieder aufgenommen habe, und ich den ersten Tag mit frischen Kräften wieder in die Tagesgruppe gehe, fühle ich mich jedoch sofort wieder so ausgebrannt wie zuvor.

Zwei Tage bin ich ständig wieder am Weinen und die Stimmung ist tief gedrückt/betroffen.

Im Reflektieren und in Gesprächen wurde mir plötzlich klar, dass „es“ etwas mit dem Raum zu tun hatte: Es herrschte wie eine leicht verdrehte Wahrnehmungs-Übersensibilität in dem Gruppenraum der Tagesgruppe… Ein Wort, eine Geste, die nicht willentlich liebevoll geführt wurden, verwandelte sich in eine ausgewachsene Beleidigung und einzelne liebevolle Bemühungen versickerten, ohne eine Spur zu hinterlassen. Was belastete den Raum?

Also suche ich Spuren: Gibt es Anzeichen, wie der Ort vorbelastet wurde? Sind es Elementargeister oder Verstorbene, die da die Atmosphäre verdunkeln?
Viele Menschen spürten spontan etwas Unerlöstes, Dunkles, was einen Schatten in die eigene Seele warf. Es gab im Raum Stellen, die von den Kindern nicht oder nur widerwillig betreten wurden…

Plötzlich nehme ich den Stolperstein vor der Haustüre wahr: Bertha R. 1942 in Maly Trostinec ermordet

Am gleichen Abend, als ich nochmal dahin fühle, sehe ich auf einmal eine ältere Dame die mich eindringlich bittet und anfleht sie und ihre Geschichte den Menschen bewusster zu machen, damit sie sich selbst wieder findet und nicht in ihrer Verwirrung und dem Trauma ihres Abtransportes verharren muss…
Eine Freundin von mir, die oft mit Verstorbenen Kontakt hat, hilft mir dabei. Wir besprechen unsere Wahrnehmungen und suchen für und mit der Verstorbenen die Situation zu verändern. Schließlich kommt die ebenfalls in einem KZ umgekommene Freundin, die schon in ihren inneren Frieden geschafft hat, und holt die verharrende Seele ab.

Sie hat durch mich einen Abschiedsbrief geschrieben:

Liebe Kinder und Kindeskinder,

aufgewacht aus einem tiefen verstörten Harren, möchte ich ein paar Worte an Euch richten:
Wie Ihr ja herausgefunden habt, gab es mich bis vor 70 Jahren körperlich. Ich war nicht immer in der Stadt S. gewesen, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Was ich noch weiß ist, dass nach dem Tod meines Mannes Karl, 1935, das Leben für mich und dann auch für meine Schwägerin Hedwig und ihre Mutter Bertha zunehmend anstrengender und komplizierter wurde.
An dem Tag, an dem mein persönlicher Gang in einen jegliche Menschenwürde verschmähenden Tod begann, war ich hier, wo Ihr jetzt arbeitet. Nach einer erschöpfenden, hungrigen, einsamen Nacht wurde ich jäh aus dem Schlaf gerissen. Sie kamen, ohne dass ich Ihnen geöffnet hätte, herein, brutale Halunken! – Sie schrien und hatten schreckliche Hunde, die mich fanden, obwohl ich mich in meinen Kleiderschrank gesetzt hatte…

Was danach geschah, wie sie uns zum Nordbahnhof trieben, wie Schlachtvieh, das kann ich leider immer noch nicht anschauen.
Doch: Wisst Ihr was?
Eure liebevollen Augen, die mich und mein Leben angeschaut haben, haben meine Dunkelheit heller gemacht! Und kaum zu glauben, da kamen gleich mehrere helle Leute und Hedwig war zuvorderst! Sie haben mir so viel Liebes getan, dass ich mich sofort vollkommener fühlte und dass ich merkte, in welche Sackgasse ich mich begeben hatte: Ich hielt mich selber an diesem Bild und schmerzenden Gefühl des gedemütigten Opfers fest, ohne die Liebe und den Anschluss in mir zu finden… Gut, ich hatte meine Gründe, und niemand von den hellen Leuten hat mich deshalb gerügt.
Die sind einfach so lieb!!!!!!
Ich kann es gar nicht glauben, dass ich mich gegenüber dieser Liebe verschließen konnte!!!

Nun bin ich auf dem Weg. Ich weiß jetzt, wohin meine Richtung weitergeht und ich will an der „großen Vision der heilen Erde“ mitwirken.

Zuerst war es mir sehr wichtig, dass mein Leben noch mehr Beachtung findet als durch das goldene, abgetretene Steinchen vor der Haustüre.
Da ich mich selber nicht mehr erinnern konnte, wollte ich es durch Euch hervorholen und habe den Raum mit meiner Unversöhnlichkeit und Unruhe belastet. Mir gefiel zwar, was Ihr für die Kinder Leuchtendes tatet, doch oft verschluckte ich das Licht, ohne es zu spüren, wie die letzte Brotrinde, die ich gegessen habe…
Bitte verzeiht mir, ich konnte es nicht besser.

Nun fühle ich mich schon besser und ich weiß, dass ich nicht alleine bin.
Ich habe so viel Verständnis bekommen, selbst als ich schon auf dem Hügel gestanden hatte und gesehen habe:
ALLES IST IM STÄNDIGEN SICH AUSGLEICHEN.

So sollt Ihr Euch nicht an die kleine Frau Bertha R. erinnern, die ich einmal war. Mit den anderen habe ich jetzt gelernt, ein Teil eines Größeren zu sein, einer Liebe und eines Mitgefühls, das nur in Gemeinschaft strahlt und das dann auch sofort heilen kann.

So gibt es manchmal noch dunkle Momente, die mich einholen wollen, doch der Anschluss ist geschafft!

Ich lerne das Stirb und Werde, das geht wirklich!

Eure Bertha „Elvira“(der Namen, den sie schon für ihre nächste Inkarnation wählt…)


Ihr Lieben, nachdem ich mit meinen aufsteigenden Zell-Erinnerungen umgegangen war, bin ich sensibler geworden und musste lernen damit umzugehen, wenn es in anderer Art nochmal auf mich zukommt… Ich merkte, wie schwierig es ist, im Schöpferbewusstsein zu bleiben, wenn man konkret mit Täterallüren zu tun bekommt…