Antwort auf: Dankbarkeit

By Ina - Gedankenrose

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 08: Wie Gefühle entstehen Dankbarkeit Antwort auf: Dankbarkeit

#2642

Danke, von Herzen!
Danke von Herzen, für den Weg und das Zusammenpuzzeln meiner vorigen Leben! Dass ich das erkennen durfte, denn im Grunde sehne ich mich seit meiner jetzigen Inkarnation danach. Die vorigen Leben wurden mit einem jähen Ende abgerissen und hinterliessen so eine undurchdringlich erscheinende Verwirrung.

Tagebucheintragungen
Am 30.12.2009 (bei kommen viele wichtige Erkenntnisse in der Zeit der Rauh-Nächte): „Das Schicksal hat mich zu Clemens Kuby geführt, er empfiehlt das Seelenschreiben. Das unterstützt mich auf meinem Weg, denn schreiben tue ich ja schon immer! Ganz toll finde ich den Song „Jede Zelle meines Körpers ist glücklich….“ von seiner Frau Astrid. Zwar liess ich mich erst davon anstecken, doch danach kam das Unglücklichsein, das noch in meinen Zellen gespeichert war voll raus….

(Jetzt sind 8 Jahre vergangen, seit ich die ersten Bilder und Gefühle aufgeschrieben habe).
Tagebuch 2009:
Meine Holocaust-Erinnerungen sind mir bewusst geworden(Jetzt würde ich am Liebsten eine rauchen, um mich aus der tiefen Gefühlslage heraus zu katapultieren)… Nicht rauchen, weiteratmen….
Also, liebe Seele, du hast Zeit.
Es war sehr schmerzhaft und erniedrigend, besonders auf menschlich-seelischer Ebene.(…).
Ich fühle mich, als ob sich etwas klären will, mit einem großen Druck und gleichzeitig fühle ich mich so allein gelassen. Ich möchte zur Klärung dieser Zustände nicht alleine sein.

Vieles hängt am atmen, denn ich hörte damals auf zu atmen.

Es ist eine große Scham, ein Fremdschämen, was mich zum Schweigen bringt.
Doch es ist so, dass ich mich auch unsicher fühle. Gestern habe ich die Geschichte von den Gefühlserlebnissen im Juni (23.-28.06.2010) aufgeschrieben. Es ist eine so intensive Nähe und eine Intimität die dadurch entsteht und die halte ich im Moment nicht aus. Die wollte ich keiner „normalen Beziehung“ zumuten.
Angeregt mit der Situation so umzugehen, wie ich es tat, wurde ich durch Clemens Kubys „Lebe Deinen Film“: Den eigenen Lebensfilm, (bei mir auch vom angenommenen früheren Leben) so umzuschreiben, Szenen einzufügen, dass es „heil“ wird. Dass meine Seele verstehen, vergeben und lieben kann.
Tiefes Elend, Schmerz
und die Verwandlung in Frieden,
durch menschliche Stärken wie Aufmerksamkeit, Anteilnahme und Interesse.
Also es ging um diesen unerträglichen Schmerz.
Da es wirklich unerträglich war und auch die Auflösung zwar nur eine kleine Geste, dafür aber mit riesigem Ausmaß und großer Bedeutung darstellt, schreibe ich es auf. Mit diesen Gefühlsdimensionen umzugehen muss ich erst noch üben.

Ein Bild:
Ein 15/16-jähriges Mädchen deportiert nach Auschwitz-Birkenau. Sie war ohne es zu wissen schwanger. Das wurde sichtbarer mit der Zeit und sie wurde zu einer Untersuchung geschickt. Der Lagerarzt entschied Sterilisation und das Baby wurde entfernt.
Es wurde schnell gearbeitet. Das Mädchen starb an den Folgen(innere Blutung).
In diesen letzten Minuten, bevor sie wieder in ihr Lager – Haus gebracht werden sollte lag sie in einem Flur des Arzt – Hauses. Sie hatten ihr nichts angezogen nur so ein Tuch übergeworfen.
Ihre Seele hatte sich schon von ihrem Körper getrennt, bevor auch er aufhörte zu leben. Sie hätte sich gewünscht, vielen zu zeigen, wie gern sie lebt. Sie hätte so gerne ihrer Liebe Ausdruck gegeben.
Das war ungefähr das Maß an Schmerz, das ich empfand:
getrennt von einem sehr nahen Bezugsmenschen,
entwürdigend behandelt und
hoffnungslos isoliert, ja ignoriert.
Ich weinte drei Tage immer wieder(23.-26.6.2010). Am Morgen des 26. Juni ging ich noch mal ganz in dieses Bild und fragte mich, wie kann man etwas bereinigen, wovon doch die ganze Welt weiß, dass es so war, dass solche Grausamkeiten stattgefunden haben? („Also, liebe Ina, was hättest Du am nötigsten gebraucht?“ Fragte ich mich.)

Starke Emotionale Bilder dagegen und dann dafür hinstellen. Die direkte Szene:

Dass es doch jemanden interessiert.
Dass der Arzt zurück kommt und sieht, dass ich friere, sieht, dass ich gestorben bin, sieht, wie jung ich bin und wie viel Lebensfreude nun beendet wurde…
Gut, der Arzt kommt zurück und setzt sich neben meinen toten Körper. Er spricht zu mir in der Sprache seiner Seele, alles, was ich so dringend hören wollte:
„Sag, wie geht es Dir? Hast Du einen Namen? Wie alt bist Du eigentlich? Warum antwortest Du mir nicht, habe ich Dir weh getan? Oh, Du bist kalt, Dein Herz schlägt nicht mehr. Was habe ich getan? Wie konnte ich mich zu einer solchen Tat verleiten lassen?“
Er weint.
Meine Seele: „ Ich habe eigentlich schon aufgehört selbstbewusst zu leben, als ich meine Eltern verloren habe. Da war ich 10Jahre alt. Ab der Nacht, in der sie mir genommen wurden, fühlte ich mich eigentlich nicht mehr. Erst vor ein paar Wochen, als ich das neue Leben in mir strampeln spürte, fing ich wieder an, an mich zu glauben….“
„Ich habe Dir weh getan und habe es nicht einmal gespürt. Ich war so verblendet davon, dass ich tue, was von mir erwartet wird. Doch wenn ich mich in mir gefühlt hätte, hätte ich das nie getan!“
Er schluchzt. „ Sogar Dein ungeborenes Kind hatte ich in Händen, es war so warm, so lebendig – wenige Sekunden lang. Es – es – wäre ein Junge geworden…ein besonders schöner Junge, “ er sinkt in sich zusammen.
Er: „Mit dieser Schuld kann ich nicht weiterleben. Ich spüre sie als schwarzen, klebrigen Überzug um jedes Gefühl gezogen.
Weißt Du, dass Du ein besonders schönes Mädchen bist? Was hast Du am liebsten getan, als Deine Familie noch nicht verfolgt wurde?
Nur Du sollst über mein Leben bestimmen und ich werde hier trauernd bleiben, bis Du es tust.“
Er holt eine Decke und deckt mich zu, was ich so dringend spüren wollte.
Er weint, weil ihm klar wird was passiert ist, weil er plötzlich auch sein Leben spürt…

Meine Seele, nach einigen Ewigkeitsmomenten der Realisierung: „ Ich vergebe dir. Es sind tiefe Erfahrungen die ich machen durfte, auch ich war schon ungerecht, weil ich nicht auf meine SEELE hörte, sondern die aktuellen Machthaber vertrat, in deren Dienst ich stand. Ich vergebe deiner Seele voll und ganz!!!“
Er: „ Schau mal da vorne zur Türe – die geht gleich auf, denn ich habe für dich deine Eltern und Geschwister wiedergefunden! Auch ihnen geht es gut!“
Wir alle haben Freudentränen in den Augen und sind unsagbar glücklich.