Antwort auf: wie komme ich zu einer tragfähigen Vision?

By Louise

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 06: Der Gedanke als Ursprung wie komme ich zu einer tragfähigen Vision? Antwort auf: wie komme ich zu einer tragfähigen Vision?

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LouiseLouise
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Hallo Ihr Lieben, vielen Dank für Euren Spiegel. Ich habe erst heute abend Eure Rückmeldungen gelesen, da ich ahnte, dass sie wehtun werden (meinen Schmerz berühren werden), und da ich am langen Wochenende keinen Raum für Seelenschreiben hatte. Geht Euch das auch so, dass Ihr Euch immer gezielt Zeit nehmen müsst für das Seelenschreiben? Ich bin wohl Meisterin im Verdrängen und im Funktionieren trotz seelischer Schmerzen. Heute abend habe ich ein wenig Zeit, und ich spüre dem Schmerz nach.

Ich reibe mich häufig an Clemens Erläuterungen, nur um dann nach einiger Zeit festzustellen, dass die Reibung nur mit mir zu tun hat und auf ein weiteres eigenes Schmerzbild verweist. Eigentlich geht es im Studium ja nicht um die Praxis, sondern nur um die Theorie, aber ich kann das nicht trennen.

Ich glaube, mein aktueller Schmerzpunkt ist: ich fürchte, die Liebe meines Vaters zu verlieren, wenn ich einen neuen Beruf (als Kubyberaterin) ergreife. Er war kürzlich schwer krank und in akuter Lebensgefahr – es kann doch nicht sein, dass er erst sterben muss, damit ich meine eigene Vision verwirklichen darf. Ich habe ihm als Kind da etwas unterstellt, das aus heutiger Perspektive gar nicht stimmt. Ich bin unterdessen ganz sicher, dass seine Liebe zu mir davon unabhängig ist, welchen Beruf ich habe – er wollte immer nur, dass ich in Sicherheit bin. Und Sicherheit hat für ihn immer bedeutet, einen sicheren Job mit einem festen Einkommen zu haben – zumindest habe ich das so interpretiert und für mein Weltbild übernommen.

Und von diesem Weltbild darf ich mich jetzt trennen, was mir offenkundig aber sehr, sehr schwerfällt. Kann ich als Kubyberaterin genug Geld verdienen, um davon leben zu können? Mich finanziert niemand mit, ich bin von mir selbst abhängig.

Es fällt mir schwer, die Vision zurückzuerlangen, die ich wohl mit in diese Inkarnation gebracht habe. Abgesehen von den Traumata, die ich schon mitbrachte, wurde ich mit 3 Jahren schwer traumatisiert – lange bevor sich in diesem Leben eine Berufsvision entwickeln konnte. Ich bin nur ziemlich sicher, dass ich einen Beitrag zur Bewusstwerdung der Menschheit leisten soll und will. Ich will anderen Menschen mit meinem Beispiel als Vorbild dienen für einen Weg der Bewusstseinsentwicklung. Ideen dazu habe ich einige – bisher haben sich diese aber nicht materialisiert, weil ich wohl immer noch zuviel Sand im Getriebe habe.

So, ich mache jetzt mal weiter mit Seelenschreiben. Wenn ich mich beobachte, wie ich heute abend ohne Rücksicht auf meinen Diabetes Kohlenhydrate und Alkohol in mich hineinbefördere, dann muss der Schmerz wohl schlimm sein, dem ich da ausweiche. Aber jetzt will ich mich stellen! Notfalls melde ich mich morgen krank.