Antwort auf: Hierarchie des Geistes über die Materie

By Mattse

#2407
Mattse
Teilnehmer

Hallo hallo, erstmal danke an Euch alle für die interessante(n) Diskussion(en), die mir zeigen, dass eine gewisse Unsicherheit über die Begrifflichkeit nicht nur in mir allein vorhanden ist.
Da waren schon einige Ansätze dabei die sich das ganze für mich etwas besser erschließen lässt.

Ich bin voll und ganz bei Clemens, dass eine klare und eindeutige Sprache wichtig ist, um gemeinsam (nicht nur in diesem Studium/Modul) vorwärts zu kommen.

Meine Wahrnehmung in diesem Zusammenhang sind gerade 2 Dinge: zum einen die Bedeutung der Begriffe (z. B. Hierarchie) und der Zusammenhang in dem sie miteinander stehen (z. B. Hierarchie und Balance).

Für mich sind die Begriffe Hierarchie und Balance keinesfalls gegensätzlich oder schließen einander aus.
Hierarchie hat in unserer Gesellschaft meist einen negativen Beigeschmack, was wohl eher mit unseren Erfahrungen oder unserer Prägung zusammenhängt als mit der Bedeutung des Wortes („ein System von Elementen, die einander über- bzw. untergeordnet sind“ oder weiter zurück zum möglichen Ursprung des Wortes „die Sichtweise der rationalen Logik auf [raum/zeitliche] Erscheinungen“).
Wir treffen in der Natur und in der Gesellschaft auf Hierarchien, die funktionieren und sinnvoll sind (Die Erbinformation im Samen bestimmt wie die Pflanze/der Baum aussieht – der Kapitän bestimmt wie und wo das Schiff hinfährt – der Dirigent gibt das Lied und den Takt vor welche vom Orchester gespielt werden).
Was ist das Ergebnis wenn die Hierarchie (Unter- bzw. Überordnung) einghalten wird? – oder wenn sie missachtet wird?
Für mich kommt dort Harmonie, Balance, Einklang heraus oder halt Disharmonie, Ungleichgewicht oder Chaos.
Ich denke wir neigen dazu (so wie Clemens auch erklärt hat 91% Vorurteile bestätigen/9% Sinneswahrnehmung – oder waren es 93/7 w.a.i.) auch in diesem Fall zu bewerten anstelle die tatsächliche Bedeutung und den Zusammenhang zu erfassen und uns daraus ein wertfreies eigenes Bild zu machen.

Ich habe mir die Frage gestellt, wem würde ich denn eher die Führung übergeben?
Jemandem der seine Erfahrungen aus seinem Wissen (was zum größten Teil nur übernommen ist von irgw. Wissen-schaft-lern) in einem zeitlich begrenzten Leben schöpft oder jemandem der über die Erfahrung seines ewigen Lebens und der unendlichen Weisheit des Universums verfügt?

Hier sind einige Worte in die Diskussion(en) eingeflossen die sich viel-leicht ebenfalls auf diesem Wege erschließen.
Manchmal frage ich mich wer hat die Worte so gewählt und wie sind sie in einen Zusammenhang gerutscht?
Ich denke z. B. an „Unterbewußtsein“. Für mich dürfte das Wort „Überbewußtsein“ heißen.

Meine Wahrnehmung, meine Gedanken, meine Meinung.

Hoffe das hilft uns weiter.

Alles Liebe, viel Licht und Freude

Mattse