Antwort auf: Hierarchie des Geistes über die Materie

By Kerstin P.

#2315
Kerstin P.Kerstin P.
Teilnehmer

Hallo, Louise,

ich verstehe gut, was du meinst. Die Hierarchie-Skepsis ist, glaube ich, in uns allen tief verankert. Zu Recht. Weil Herrschaftsverhältnisse im menschlichen Zusammenleben seit Jahrtausenden zu Machtausübung und Unterdrückung und Vorstellungen von Höher- und Minderwertigem führen. Bis heute. Das möchte niemand. Auch wenn wir uns bisher als Menschen schwer tun, Gemeinschaften zu bilden ohne diese Prinzipien. Bislang ist es noch so: Besser transparente und bewusste Hierarchie als scheinbar keine. Dann bilden sich nur verdeckte Strukturen aus, und die sind schlimmer.

Mit der Hierarchie des Geistes über den Körper stelle ich mir das etwas anders vor. So ähnlich wie ein Gedicht enzsteht. Darin stecken viele komplexe, vernetzte Gedanken, Gefühle und Impulse. Aus diesem großen Teich schöpft man, verdichtet das Geschöpfte in einem zirkulären Prozess immer mehr und fasst das in Worte,bis es irgendwann eine eigene Gestalt, einen eigenen Ausdruck hat, der so noch nie da war. Das Geistige ist dann vor- oder übergeordnet, das Bewusstsein Teil des Prozesse. Ohne das würde kein Gedicht entstehen.
Ob die Absicht immer reicht, frage ich mich allerdings auch. Mit der Absicht richte ich Bewusstseins-Licht auf einen bestimmten Ausschnitt und ermöhgliche damit einen Bewusstseinsprozess. Die Absicht ist notwendig, es braucht dazu dann einen stetigen Prozess des Dranbleibens und der Arbeit mit dem Bewusstsein.

Komplizierterweise haben wir neben dem Bewusstsein ja auch noch das Unterbewusstsein, das unsere bewussten Absichten manchmal durchkreuzt, und „selbstständig“ Ereignisse schafft (sich verdichten lässt), die wir gar nicht wollen. Insofern wäre es erst einmal wichtig, dort Licht hinein zu bringen, das Bewusstsein zu erweitern, und dann stimmigere Absichten zu setzen. Was wir ja mit der Kubymethode im Prinzip verfolgen.

Würde das evtl. passen zu deiner Situation mit dem Halbmarathon? Du hast es als Entscheidung des Schöpfers angesehen. Es wäre ja auch möglich, es so zu sehen, dass sich da zusätzlich eine unterbewusste Absicht manifestiert hat, die erst mal verstanden werden muss.
Und natürlich sollte man sich überhaupt nicht über den Körper hinweg setzen. Im Gegenteil: Er zeigt etwas, das verstanden werden will. Er ist Teil der Intuition. Unterdrücken/Hybris wäre ja diese Dinge zu verleugnen. D. h. die unterbewusste Schwingung bleibt erhalten, und führt zu weiteren Manifestationen/Problemen.
Der Körper ist Hinweisgeber für Themen. Und wenn das verstanden und transformiert ist, kann etwas Neues entstehen.
ich selbst versuche gerade mich darin zu üben, die Zeichen des Körpers gut wahr- und ernst zu nehmen, und dann daraus einen Bewusstwerdungsprozess abzuleiten.
Ist das in etwa eine Antwort auf deine „Knoten“?

Viele Grüße Kerstin