Antwort auf: Wie geht es Euch mit dem Abschied oder dem Aufräumen mit dem material. Weltbild?

By Rita

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 01: Abschied vom materialistischen Weltbild Wie geht es Euch mit dem Abschied oder dem Aufräumen mit dem material. Weltbild? Antwort auf: Wie geht es Euch mit dem Abschied oder dem Aufräumen mit dem material. Weltbild?

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RitaRita
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Hallo ihr Lieben,

ich habe grundsätzlich kein Problem mit dem Loslassen von Materiellem. Wir haben am Wochenende die Garage ausgemistet – es tat sooo gut! Wahnsinnig befreiend! Das werde ich in nächster Zeit auch noch weiter in der Wohnung fortsetzen, einiges bin ich sogar schon vor Start mit dem Kubystudium losgeworden. Eigentlich wäre, vor allem im Keller, noch viel mehr wegzuwerfen, aber meine 84jährige Schwiegermutter, die im Haus wohnt, haftet wahnsinnig an ihren Sachen, die teilweise uralt sind und die sie schon seit Jahren nicht mehr benutzt hat. Übrigens auch an ihrem Körper, der seit Jahren nur noch schmerzt.

Mir fällt nur etwas schwer Sachen wegzuwerfen, die noch gut und intakt sind. Z.B. ein Stuhl vom schwedischen Möbelhaus, der echt billig war und der fast neu und unbenutzt seit fast 4 Jahren im Keller stand. Da musste ich mich schon etwas überwinden, hab ihn aber dennoch losgelassen und weggeworfen. Ich hätte kein Problem das Haus, die Möbel, mein Auto loszulassen – allerdings unter der Voraussetzung das was anderes (besseres oder zumindest gleichwertiges) nachkommt. Denn solange ich als Mensch in diesem Körper auf dieser Erde lebe, möchte ich mich mit schönen und funktionalen Dingen umgeben. Was nach dem Ableben meines Körpers mit diesen Dingen passiert, ist mir egal. Ich hafte also nicht an bestimmten Dingen, aber es soll doch alles für ein angenehmes Leben vorhanden sein.

Womit ich noch ein Problem habe ist, dass ich Geld nicht mit Freiheit gleich setze. Für mich würde Geld mehr Freiheit bedeuten. Denn wenn ich Geld hätte, würde ich sofort aus diesem Haus ausziehen. Nicht weil es mir nicht gefällt, sondern weil meine Schwiegermutter erwartet, dass ich mich um sie kümmere und für sie koche, putze, mich um sie kümmere. Unausgesprochen zwar, aber ich weiß dass diese Erwartung da ist. Denn es ist hier ein ungeschriebenes Gesetz, dass diejenigen die das Haus übernehmen (mein Mann hat das Haus übernommen bevor wir zusammengekommen sind), auch die Pflege übernehmen. Und das macht Druck, meine Seele schreit laut und deutlich NEIN. Bei dem Gedanken daran wird mir schwindelig, schlecht und ich bekomme Panik. Mit Geld wäre das schnell behoben, ich würde mich von dieser „Verpflichtung“ frei machen, in dem ich ausziehe. Da es nicht da ist, fühle ich mich gefangen und unfrei.