Antwort auf: Film Flache Erde

By Brissa

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 02: Was ist wirklich wirklich Film Flache Erde Antwort auf: Film Flache Erde

#2078
Brissa
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Ich hatte als das entsprechende Video dran war, ziemliche Abwehr den Film zu sehen, war aber doch neugierig genug zu erfahren, warum ihn Clemens gewählt hat. Ich durchging eine Achterbahn der Gedanken (der Abwehr?), am Anfang war mir richtig schwindlig. Ich wollte nicht, dass etwas in Frage gestellt wird, das ich zu einer Grundwahrheit zähle (= die Erde ist rund). Ein Teil von mir horchte aber – und das ging im Laufe des Films komischer Weise immer besser, einfach zu. Meine Abwehr sank und ich stellte mir die Frage, was wäre wenn es so wäre, was würde das mit mir machen. Ich endete einerseits mit dem nüchternen, trockenen Gedanken ‚mir kann man echt Vieles als Wahrheit erzählen‘. Ich möchte gerne so viel wissen und lernen und in so einer Situation bin ich gerne sehr sauer auf mich (weil ich nicht genug weiß). Diesmal war ich aber beinahe ruhig. Erstens kamen, vor allem in den letzten Jahren, Informationen auf mich zu, bei denen ich nie gedacht hätte, dass es das gibt, auch nicht als Möglichkeit, so dass ich mittlerweile denke ‚es gibt alles‘, im negativen wie im positiven Sinne. Irgendwie war mir plötzlich wurscht, ob die Erde rund, flach oder sonst was ist, ich genoss einfach, dass ich Raum zwischen mir und einer Information hatte (wäre ich Physikerin oder Physiklehrerin etc. hinge natürlich viel mehr dran). Ich bin nicht meine angesammelten Informationen. Ich weiß, dass ich nichts weiß. In meinem Weltbild bleibt jetzt einfach mal die Erde rund, aber ich brauch nicht innerlich ausflippen, wenn wer etwas anderes sagt. Wenn ich mal viel Zeit übrig habe, gebe ich mich auch gerne dem physikalischen Weiterlernen und Rätsel raten hin, dem Mini-Wuzzi-Hawkins in mir (Gute Reise!), der das Universum auch gerne auf diese Weise entschlüsseln will. Priorität hat aber, auch im privaten, wie gehe ich mit anderen Meinungen um. Und da erwisch ich mich (die den Ruf friedliebend genießt) oft genug innerlich kochend. Ganz besonders haben mir die (vor allem die privaten) Flüchtlings- und Islamdiskussionen meine persönlichen Grenzen aufgezeigt und fühle ich wie wichtig der Friede in mir ist, um zum Frieden in der Welt beizutragen bzw. umgekehrt wie leicht sich Krieg anschüren lässt. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht und der Film hat nahtlos an meinen Prozess angeschlossen, somit hat der Film für mich einen Sinn gehabt und mein ursprünglicher Grant ihn anzuschauen hat sich aufgelöst.
Danke auch an Kerstin für das Thema, dem hätte ich die absolut letzte Priorität gegeben : ). So hast du mich dazu gebracht, mir meinen Prozess bewusst zu machen. Danke!
Ich denke der Umgang mit Informationen wird leichter, wenn wir mit der Einheit des Lebens und unserer Seele gut verbunden sind, und trotzdem kommen laut Clemens die Herausforderungen immer wieder neu. Diese Verbundenheit wieder zu fühlen, wäre mir am wichtigsten, dann ist mehr Energie für alles, glaube ich. Wahrscheinlich, weil man dann am energetisch niedrigsten Niveau schwingt und genau das macht, was einem Freude macht und am wenigsten Stress ; ) verursacht. Langsam fühlt sich das nach Studium an. Schön auch die Verschiedenheiten des Ausdrucks, finde ich anregend.