Antwort auf: Das Verabschieden vom materialistischen Weltbild beim Körper

By Anna Mela Feuz

Startseite Foren KubyStudium Semester 1 Modul 01: Abschied vom materialistischen Weltbild Das Verabschieden vom materialistischen Weltbild beim Körper Antwort auf: Das Verabschieden vom materialistischen Weltbild beim Körper

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Anna Mela Feuz
Teilnehmer

Liebe Julia, Liebe alle

Ja, über Dein aufgegriffenes Thema habe ich nun auch nachgedacht, danke. Vielleicht haben wir die natürlichen körperlichen Anhaftungen zu den Kindern aus überlebensstrategischen Gründen. Ohne die es unsere Spezies nie soweit gebracht hätte. Nur…welche sind natürlich und welche dienen einem unbewussten „Liebesersatz“. Oder welche treffen ein persönliches, noch nicht integriertes Thema? Welche spiegeln unsere eigenen Ängste?
Zum Beispiel habe ich bei Krankheit und Unfall nicht grosse Schwierigkeiten mich von den Kindern zu distanzieren, das heisst, ihre gerade laufende Problematik auf mich zu beziehen. So steht mir mehr Energie zur Verfügung um sie durch das Thema zu begleiten. Wenn ihnen aber von Menschen Gewalt angetan würde, sähe die Sache ganz anders aus. Da wäre ich voll mit im Film- was mir gerade zeigt…da ist noch viel eigenes nicht im Reinen.
Man könnte sich da regelmässig selbst testen. Begleite ich mein Kind zum Bus weil es wirklich selber noch nicht in der Lage ist die Strasse zu überqueren (Beispiel aus meinem Alltag)? Oder weil ich selbst Angst habe oder nicht gern Loslassen will? Will es begleitet werden oder will ich begleiten? Wer entscheidet worüber?
Wir als Eltern entscheiden zum Beispiel in der Regel was für Essen auf den Tisch kommt (ausser die Kinder wollen selbst beim Kochen helfen, dann haben sie Mitspracherecht.) Was sie dann beim Tisch essen, ist absolut ihre Entscheidung. Ich kann ja nicht für ihren Körper entscheiden was ihnen wann dient. Dafür bieten wir frische Vielseitigkeit. Wir versuchen so gut wie wir das können, „die Verantwortung“ ab zu geben und das Nötige zu liefern: Liebe, Wärme, Dach über dem Kopf…
Wir können und sollten die Erfahrungen, die diese Seelen machen wollen, nicht unterbinden aus gutgemeinten Schutzmechanismen. Da lohnt es sich schon die eigenen Angstmuster zu hinterfragen. Aber hui, Julia, einfacher in den Compi getippt als im Alltag gelebt…das ist mir bewusst.

Alle Liebe und danke für Deinen Input. Anna Mela