Antwort auf: Seelenschreiben in der Praxis

By Susanne Mannschott

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Susanne Mannschott
Teilnehmer

Guten Abend Christa,
wenn ich dich richtig verstehe, hast du dein Projekt noch nicht gefunden. Clemens sagt in so einem Fall, dass man eine Liste anlegen soll. Man fängt mit etwas an, was einem gerade spontan einfällt und führt sie fort, bis einem nichts mehr einfällt.
Wenn du kein Projekt hast, welches dich wirklich zwickt oder stark beeinträchtigt, kannst du auch die Augen schließen und mit dem Finger über die Liste fahren und irgendwann stop sagen oder denken. Dann machst du die Augen auf und hast dein Thema. Wenn du erst angefangen hast, die erste Szene zu schreiben und die Dialoge, kommst du automatisch zum Kern.
Achte nur drauf alles in der Szene sehr genau zu beschreiben und bleib unbedingt immer im Dialog und im Präsens. Vielleicht stellst du dir eine Bühne vor, wo du mit deinen Dialog-Partnern in der vorher beschriebenen Kulisse stehst. Als Regieanweisung kannst formale Kommentare (der Papa geht raus, die Mama nimmt mich in den Arm, ich schreie), usw,) einfügen, aber keine inhaltlichen, wie z.B. Selbst-Diagnosen.
Vielleicht hilft es ja schon ein wenig. Sonst melde dich einfach wieder.
Ich drücke dir beide Daumen, dass du dein Projekt findest und wünsche dir einen geruhsamem Sonntag Abend
Susanne