Antwort auf: Modul 1 / Aufgabe 2 „Prioritäten richtig setzen“, Video 6 c

By Martina Wolber

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Martina Wolber
Teilnehmer

Hallo liebe Ursula,
ich finde es ist auch ein Thema was sich für uns schwer anfühlt,dieses anhaften nicht loslassen können wollen mit unseren Lieben.Ich persönlich finde wenn man sich dem nicht stellt,hilft Niemanden.Ich rede aus meinem Bauchgefühl heraus,die Menschen die wissen das sie bald gehen müssen,sehen es oft auch als eine Geschenk an.
Da ich einige Zeit im Hospiz gearbeitet habe,immer mit sterbenden Menschen zu tun hatte und immer noch habe.Ist mir auch was wunderbares aufgefallen,es kam Dankbarkeit rüber das sie die Zeit bekommen haben sich noch von ihren Lieben zu verabschieden.Natürlich gibt es ganz viele Menschen die Angst haben zu sterben,vor dem Tod viel weniger.Manche haben Angst das sie in die Hölle kommen,die Kirche hat es ihnen so gepredigt.Ich finde es ist wichtiger ihnen zu zuhören, da zu sein. Sie warten auf ihre Liebsten,wenn sie da waren können sie oft beruhigt gehen. Wir merken auch oft dass nicht jeder Mensch gleich leicht sterben kann. Oft sind sie noch nicht fertig mit ihren Problemen,Sorgen ,Ängste ,Kummer wie auch immer.Wir merken auch am Sterben wie weit bereit ein Mensch ist mit dem Loslassen,wie flexibel er ist oder war-.Ich persönlich finde es sehr wichtig zu wissen beizeiten los lassen zu lernen-
Wie schon gesagt in meinem Beruf habe ich sehr oft damit zutun und habe sehr schnell gelernt wie man doch einfacher sterben kann.
Natürlich ist es schwer wenn ein Mensch mit 80 Jahren erfährt das er bald sterben muss und nie im Leben was von loslassen von Anhaftungen usw.gehört hat. Wie geht man als Kind damit um,wenn man selbst den Schmerz nicht ertragen kann. Wir lernen es hier im Kuby-Studium. In meiner Arbeit stehe ich den Angehörigen bei ,gebe ihnen Aufgaben um was für ihren Vater tun zu können. Sage ihnen zb was sie ihm gutes tun können,solche Sachen wie zb. „Sagen sie ihrem Vater das er jetzt gehen darf ,es ist alles geklärt usw“ und da gibt es noch viele Möglichkeiten.Da gebe ich wieder einen Rat weil ich es so gelernt habe in meiner Ausbildung.Jeder Mensch ist auch nicht offen und flexibel,ich muss mich immer anpassen an den Menschen,jedoch eins ist immer wichtig für mich ,zuhören und emphatisch zu sein.

Beim schreiben habe ich gerade gemerkt wie sehr ich meinen Beruf liebe!

In diesem Modul habe ich für mich erkannt,dass ich schon sehr oft im Leben loslassen musste ,sehr flexibel dem Ganzem gegenüberstehe ,oft wieder von ganz vorne anfangen musste.Bin oft gefallen und wieder aufgestanden.Das ich mein Gesicht fast immer der Sonne zugewendet habe und noch was habe ich in meinem Leben erfahren,tiefste Dankbarkeit zuhaben mit dem was man hat.Was ist passiert dadurch,mein Leben hat sich sosehr verändert in jeglichen Bereichen in noch viel mehr positiveren.Natürlich habe ich noch nicht alles ändern können ,ändern hört sich komisch an. Es ist alles ein Prozess was man lernen kann und es sich dadurch verändern wird.Es vergeht kaum ein Tag wo ich nicht glücklich und Dankbar bin.
Das Leben ist einfach schön.

Liebe Grüße Martina